#21 Einmal behindert...und zurück, bitte!

Shownotes

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presented by KnowDular e.V. 2025

In- und Outtromusik: „Island Boy“ von prazkhanal, https://pixabay.com/users/prazkhanal-24653570/

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00:00:03: Willkommen zurück bei Tomaten auf der Fantasie.

00:00:11: Wir, Carsten Otto

00:00:13: und Sophie von Stockhausen

00:00:15: öffnen wieder unsere Kaffeeküche für den behinderten Blick auf die Arbeits- und Organisationsfeld.

00:00:24: Hallo Sophie!

00:00:25: Hallo Carsten!

00:00:26: Na wie geht's dir?

00:00:27: Sehr gut!

00:00:28: Sehr gut Ja Frühling

00:00:29: also

00:00:30: ne

00:00:30: Hast du Frühlingsgefühle?

00:00:32: Immer Also mich.

00:00:33: Die habe ich das ganze Jahr.

00:00:38: Ach schön, herrlich!

00:00:39: Sonne scheint wir sind hier wundervoll und du hast Besuch mitgebracht?

00:00:42: Ich habe Besuch Mitgebracht.

00:00:45: Und zwar den wunderbaren Stefan Wirt, den ich über eine gemeinsame liebe Freundin kenne und der ganz lange oder Zeit seines Lebens dafür gesorgt haben dass wir hier im Nachtleben mal so richtig Spaß haben.

00:00:58: Der ist nämlich Nightlife Manager und Veranstalter Und er hat aber eine ziemlich krasse Geschichte erlebt im letzten Jahr und die bitte uns gleich berichten.

00:01:09: Inzwischen fährt er ihm auch VIP-Shuttles, da wird er uns sicherlich auch noch vielleicht die ein oder andere Anekdote mit uns verhängt werden.

00:01:18: Also ganz herzlich willkommen Stefan hier bei uns in der Kaffeeküche!

00:01:23: Ein wunderschönen guten Morgen.

00:01:26: Hallo Stefan schön dass du da bist.

00:01:30: So viel hat mich ja schon schön angekündigt.

00:01:32: Habe ich was vergessen?

00:01:33: Du darfst da gerne ergänzen!

00:01:35: Nee, war perfekt.

00:01:36: also tipptopp

00:01:41: Und du wolltest so eine kleine check-in

00:01:42: frau?

00:01:42: Wir machen wieder ne Check-In frau, lieber Stefan.

00:01:45: Wird es hier so brauch... Also meistens zumindest und hab' ich mir überlegt und Du bist herzlich einen Namen, wir beantworten die alle.

00:01:56: Du bist tatsächlich einen Namen der jetzt ernst ist zu antworten.

00:01:58: und ganz spontan versteht sich.

00:02:01: Und die heutige Check-in Frage lautet, wenn ihr auf euer Leben zurückblickt.

00:02:10: Auf

00:02:10: die Dinge, die ihr mal gelernt habt beziehungsweise auch lernen musstest was war das Sinnloseste, was ihr im Leben lernen musstet?

00:02:22: Also da fällt mir spontan meine Ausbildung ein nach dem Abitur Die nannte sich damals, kauft man in der Grundstück zum Wohnungswirtschaft.

00:02:34: Heute würde man wahrscheinlich Immobilienkaufmann sagen und das habe ich gemacht weil im Abitur ... Das war mit der Ausrichtung Wirtschaft.

00:02:45: Also hat man Fächer wie BBL und Rechnungswesen so mit dabei, als Orientierung schon mal.

00:02:51: Und die meisten Jungs haben sich für diese Ausbildungsgeschichte entschieden und dann habe ich das einfach auch mal gemacht weil ich noch nichts mit mir anzufangen wusste.

00:03:02: Ich hab da dringend gearbeitet.

00:03:04: Ich habe die Ausbildung gemacht und hätte mich auch sparen können aber damals wusste ich das noch nicht.

00:03:12: Was nicht so der Typ, der jeden Tag Anzug tragen möchte.

00:03:18: Richtig!

00:03:19: Man hat mich mal gefragt das habe ich mir gemerkt da war ich vielleicht zehn, elf zwölf Jahre was willst du denn mal werden?

00:03:24: und ich hab gesagt Ich will mal etwas buntes machen und konnte es also noch nicht definieren Und auch dann nach dem Abiturkontext ist das noch nicht so definiert.

00:03:33: Ich musste nochmal sozusagen zwei drei Jahre auf die Weide in Form der Ausbildung bis sich dann alles so Zurechtrötete und ist meine Berufung befolgt.

00:03:45: Mir ganz genau so, ich finde es auch... ...nicht jeder weiß schon ab einem gewissen Alter Und vielleicht manche brauchen einfach länger.

00:03:53: Ich habe auch ewig gebraucht bis ich verstanden hab was ich werden will und das hat auch richtig...ich würde sagen Das hat auch länger als nach dem Abitur in einer Ausbildung gedauert

00:04:02: bei mir.

00:04:05: Ich habe Oma im mobilen Bereich erarbeitet, Stefan wird teilen mal Ja, war dann auch nicht meins.

00:04:13: Das ist einfach... Da muss man viel gemacht sein und das war zu wenig Action aus meiner Sicht auch aus heutiger.

00:04:23: Es war mir zu sehr Anzug und so.

00:04:27: Okay, danke dir!

00:04:29: Sophie?

00:04:30: Also ich hab erst gedacht als du die Frage erwähnt hast, dass ich die Frage falsch finde weil eigentlich soll man ja immer alles lernen und es ist immer alles für was gut.

00:04:38: aber Das stimmt eben einfach auch nicht.

00:04:42: Und ich musste sofort an so ganz viele total blöde Computerprogramme denken, die man dann im Laufe des Berufslebens lernt weil irgendjemand sagt, sodass er vereinfacht unseren Arbeitsworkflow total.

00:04:54: also wir wird das bitte und dann habe ich immer gemerkt nie.

00:04:57: Also ehrlich gesagt vereinfachte es hier gar nicht.

00:04:59: dass verlangsamt alles.

00:05:02: So was hat mich immer total aufgeregt, wenn dann noch ein neues Programm eingeführt wurde und dann wollte das Entwicklerteam noch ein Programm oder musst du man plötzlich auf zehn verschiedenen Channels irgendwelche Dokumentationen ein?

00:05:13: und das fand ich immer total sinnlos.

00:05:15: Und Zeitraumt.

00:05:17: Mhm auch spannend mit Bezug jeweils Bezug zur Arbeit.

00:05:22: Spannend, spannend, spannend.

00:05:24: Jetzt bin ich gespannt warst du.

00:05:31: Hosen tragen, nee.

00:05:34: Bei mir war also was mir sofort spontan eingefallen ist.

00:05:37: bei der Frage ist so eine kurz Anekdote aus meiner damaligen Berufsabprobung im Berufsförderungswerk Halle wo eigentlich vollkommen klar war dass ich mit dem was ich noch sehen kann für bestimmte Berufe gar nicht in Frage komme.

00:05:56: und trotzdem entschied man sich mich mit einem anderen Teilnehmer, mit dem ich seitdem sehr eng befreundet bin.

00:06:06: Eine Berufserprobung für über ein paar Stunden als Polsterrad zu machen.

00:06:13: Als Polsterra!

00:06:15: Also man muss dazusehen wirklich nahezu blind und habe dann an einer Industrienähmaschine hier sessen So eine Art Pappe, wo Striche drauf waren.

00:06:28: Musste sozusagen da drauf nähen und da wurde geguckt wie Akkurat in diese Linie halten kann.

00:06:36: Ja, wo ich so gedacht habe okay!

00:06:39: Habe ich natürlich total versagt aber hey sie wollten es wissen.

00:06:42: Immerhin wusstest du wenn was du nicht werden willst?

00:06:45: Na warte kurz jetzt kommt der Knaller.

00:06:47: und dann kam wirklich noch der sinnloseste überhaupt.

00:06:49: Und irgendwann wurde mir ein Holzklotz hingestellt und dem war eine große Sprung feder oben drauf.

00:06:56: Und dann wurde mir erklärt, wie man diese Sprungfedern mittels eines Handfadens und einer bestimmten Wickel- und Knüpftechnik auf Höhe justiert für Polstermöbel.

00:07:09: Also wenn ihr euch noch an die Gautschkarnituren eurer Großeltern erinnert, das war doch immer wie so ein Trampolin, wisst ihr was ich meine?

00:07:17: Und es ist letztendlich... Da drunter Sprung federn und die werden wurden damals mit einem Handfaden wurden die sozusagen leicht zusammen ihr zogen.

00:07:27: Und das musste natürlich dann natürlich planen und gerade sein, da gibt es eine spezielle Technik für... ...und die habe ich gelernt!

00:07:35: Ganz ehrlich, ich hab's nie wieder gebraucht.

00:07:39: Und der Ergebnis war also, Otto, für Polsterer sehen Sie zu wenig?

00:07:43: Ah ja, ist klar.

00:07:43: Das

00:07:45: wäre echt eigentlich unverschämt,

00:07:46: ne?!

00:07:47: Ja so ist es halt.

00:07:49: So viel dazu.

00:07:51: Stefan zurück zu dir Erzähl doch mal, du kommst aus Berlin wenn ich das richtig wahrgenommen habe.

00:08:01: Hol uns doch mal rein oder mich besser gesagt Sophie und du ihr kennt euch ein bisschen wer bist nur eigentlich?

00:08:09: Also wer bin ich denn eigentlich?

00:08:11: Ich bin eigentlich aus dem Prenzlauberg Und in Dresden geboren, das wissen wir meistens gar nicht aber meine Eltern sind nach Berlin gezogen da war ich noch kein Jahr Also Berliner sozusagen, Prenzlauer Berg groß geworden und ja was mich sehr geprägt hat dann kann man nämlich so schön von einem Punkt zum nächsten springen.

00:08:37: Die Mauerfieler war ich fünfzehn und dann habe ich sozusagen die große bunte Welt versucht möglichst schnell kennenzulernen und zu diesem Zeitpunkt kam es dann auch schon immer mehr mit der elektronischen Musik.

00:08:55: Ich war zum ersten Mal zu entsprechenden Veranstaltungen gegangen und das hat mich dann sehr fasziniert.

00:09:02: Und ich wusste immer, was sie schon mal vorhin gesagt hatte... ...ich will etwas buntes machen!

00:09:13: Das hat sich dann so ein bisschen konkretisiert.

00:09:15: in Sachen Nightlife habe dann das Abitur noch gemacht und dann eine Ausbildung, die ich sozusagen aber nur als Parkposition benutzt hab.

00:09:26: Weil ich noch nicht richtig wussten welche Richtung es gehen sollte.

00:09:29: Und in diesem Zeitraum bin ich sehr viel ausgegangen um was das Thema Nachtleben betrifft und Veranstaltung und Szene.

00:09:36: wenn du da mit dabei bist und selber etwas machen möchtest Dann musst du die richtigen Leute am richtigen Ort zur richtigen Zeit treffen, die dann sagen ich habe den Typen können lernen.

00:09:46: Stefan ist der Neuer, der ist cool und dann ist man da so mit drin.

00:09:51: Und da bin ich dann praktisch während der Ausbildungszeit.

00:09:55: Da war ich so schätzungsweise im Jahr neunzehntig-einundzwanzig intensiv ausgegangen... ...und hab dann in dem Jahr neunszehnten-undneunzig meine erste Nightlife Party gemacht damals noch mal DJ Phonie zusammen.

00:10:07: Und danach hat sich sozusagen meine Veranstaltung der Karriere step by step entwickelt und bis die Pandemie den Dingen endenbereitet hat.

00:10:17: Und dann hast du ja vor allem diese wunderbaren Gründerjahre hier, die Goldgräber-Jahre in Berlin sozusagen von Anfang an mitgestaltet?

00:10:27: Ja absolut!

00:10:29: Immer wieder ein Thema was gerne besprochen wird, gerade heutzutage ist das ja ganz anders in der Stadt wobei ich mich manchmal frage, ich mit meinen Einen Fünfzig Ich bin nicht in der Position, wo ich vielleicht vieles nicht mehr mitkriege.

00:10:45: Weil die Algorithmen auf Facebook und YouTube wissen ja wie alt ich bin.

00:10:54: Vielleicht krieg ich einfach einige Sachen gar nicht mehr so mit aber ich glaube eher nicht.

00:11:00: es war früher aufregender.

00:11:03: Ich hab das mit gestaltet.

00:11:05: Genau und alleine die Tatsache dass ist soviel super spannenden Leerstand gab, den man einfach dann übergangsweise nutzen konnte.

00:11:13: Egal ob man wusste, ob man das darf oder nicht.

00:11:15: Das ist ja schon mal so eine tolle Spielwiese gewesen.

00:11:19: Also ich bin ja erst neunzig nach Berlin gekommen und da fand es noch so geil zehn Jahre lang.

00:11:24: Es war auch eine geile Zeit.

00:11:26: Absolut noch!

00:11:27: Da war ja alles noch so.

00:11:29: wie du sagst morgen... Ist da was?

00:11:32: Heute ist da was.

00:11:34: Illegale Keller, merkwürdige Eingangsbereiche.

00:11:39: Alles vollsteckt hinter Hofseitenflüge unter der Erde leer stehen das Haus.

00:11:46: Diese Partys sieht man nur per SMS und Kotwort.

00:11:48: besuchend rufte.

00:11:50: Ganz genau oder mit weiter sagen.

00:11:53: Ja ja genau, da gab es so eine schöne Location bei Sophie um die Ecke an einer schönen Hause.

00:11:59: Da weiß ich noch, da waren wir auch irgendwie in Kellerpartys.

00:12:03: Spannend!

00:12:04: Ja cool!

00:12:04: Na das teilen wir ja... Ich bin ja auch so ein geborener noch DDR-Bürger, du ja demzufolge dann auch und auch meine Eltern kommen

00:12:13: ursprünglich

00:12:13: nicht aus Berlin sondern sind im Rahmen des elitären Zuzugs nach Berlin, nach Berlininkommen.

00:12:20: Das hieß echt so?

00:12:22: Naja, im Endeffekt war es das sozusagen der Umzug nach Berlin.

00:12:28: ähm, schon ne Privileg war zu DDR-Zeiten.

00:12:34: Weil da musstest du schon nachweisen dass du dann ein Job hast und so weiter und sofort.

00:12:38: War bei deinen Eltern wahrscheinlich nicht anders?

00:12:41: Na ja mein Vater hat gearbeitet in der Akademie der Wissenschaften das ist heute die BAM Bundesanstalt von Materialforschung als Physiker Und ähm... meine damals also das war meiner Erinnerung weil es halt eben schon immer so Wie damals der Umzug nach Berlin funktioniert hat, ob er so easy going war oder wie du gesagt hast mit Vorweisen von dabei zu kleiden.

00:13:06: Ja

00:13:07: ja, wenn dein Papa für die Akademie der Wissenschaft herarbeitet waren, war jetzt nicht der normale Bauarbeiter meine Eltern auch nicht.

00:13:15: Nee, also da gab es schon echt große Unterschiede.

00:13:17: Wenn man sich so unterhält dann merkt man schon allein die Kinderferien nager Situation war bei der Akademie der Wissenschaften wirklich opulent.

00:13:26: Ja keine Vorstellung!

00:13:28: Ossi und so was?

00:13:29: Ja Ossie und Fluring und dann immer ja zu Fühlings-Fanherbsing Sommerfeld.

00:13:36: Während andere Kids dann mal gesagt haben über ihre Eltern gibt's nur Sommer oder Sommer oder Winter.

00:13:42: Ähm, ich bin da für den Lager.

00:13:45: Aber die waren geil!

00:13:46: Da denke ich heute noch gerne zurück dran.

00:13:48: Cool, cool, cool.

00:13:49: Für auch die Nachwendejahre in der... Die Neunzehren Berlin also wird du so erzählt bist du denn... Bist du denn in diese ganze Technoszenen dann rein gewachsen?

00:13:58: Hat das richtig verstanden und hast du auch da dann Veranstaltungen gemacht oder...?

00:14:02: Ja ganz genau.

00:14:04: Also da bin ich... Ich bin äh exzessiv ausgegangen.

00:14:08: Sobald man es mal so sagen und dann...

00:14:10: Das nenne ich Weiterbildung

00:14:13: Genau.

00:14:17: Tief eingestiegen und du lernst dann einfach... Also es ist wirklich so gewesen wie ich's vorher gehört hab, das ist schon ein relativ fest geflügter Kreis die Berliner Szene auch wenn der sehr groß ist.

00:14:30: Die Stadt ist ja riesig!

00:14:32: Es gibt immer mal oder es gab und gibt immer wieder mal Situationen wo ich rötte Treffer, wo ich dann denke ach von dir habe ich es mal gesagt aber wir haben es noch nie gesehen Kommt selten vor, aber gibt es ja.

00:14:45: Und dann hab ich ... Ich erzähle die Geschichte mal ganz kurz.

00:14:51: Wir haben in der Luisenstraße im Mitte da steht die Charité des Bettenhauses im Haus.

00:14:58: Da gibt's ein Stadtparlii der Fürstenfamilie von Bülow.

00:15:04: Da gehört Loryo dazu und ... Das beherbergte zu Wendelzeiten oder kurz zur Vorwendezeiten die Möwe, das war so ein Künstlerklub.

00:15:17: Und dann nach der Wende stand es den Gläer und direkt daneben ist eine S-Bahnbrücke mit einem S-bahnbogen.

00:15:24: da war die unsichtbar drin.

00:15:28: Auch so ein illegales Ding, ja.

00:15:32: Und da gab es einen Tim und einen Fischi.

00:15:35: Ich weiß gar nicht mehr wie ich sie kennengelernt habe aber jedenfalls ich stand in dem Laden.

00:15:39: tagsüber bin dann rausgekommen und die paar Schritte zu den Nürnungen oder zu den Zossenpalägen laufen.

00:15:47: Da stand die Tür offen!

00:15:48: Das Ding war von außen.

00:15:50: wunderschön ist dass das Krieg nichts kaputt wird dann also viel mit in Walso Stuck, Marmor Kamin, ganz große Kassettendecken.

00:16:02: Also so balsalartig wunderschön.

00:16:05: und da haben wir einen Film gedreht oder eine Werbung und ich habe mit dem... hab nach dem Aufnahmeleiter gefragt mit meinen Zarten Dreiundzwanzig Und der hat mir dann die Telefonnummer wird gegeben von einer Hamburger Bank.

00:16:21: Und dann bin ich zurück in diese Unsichtbar und hab dem Tim davon erzählt.

00:16:25: Da waren ein paar Jahre älter, sehr eloquent, konnte sich super gut ausdrücken und halt mit den Hamburgern telefoniert... ...und die haben gesagt was jetzt kommt?

00:16:34: Sie rufen zur richtigen Zeit an!

00:16:37: Die Berliner Szene rennt uns schon seit langer Zeit die Bude ein und wir haben gesagt ne da machen wir keine Veranstaltung drin.

00:16:43: Brandschatz nur nun durch Horden nach uns, sie sind frut auf keinen Fall das ist.

00:16:47: Das ist, weil das noch so gut erhalten war.

00:16:50: Dann sagte er wir haben uns entschlossen das zu sanieren und quasi gestern nur ganz kurz vorher.

00:16:57: Und weil wir das sanieren werden es jetzt auch egal sie sind die erste der gerade anruft wegen dem den der lokalsten Könze haben.

00:17:03: Ja geil!

00:17:04: Und das führte dann zu einem raketenartigen Start meiner Veranstalter Karriere.

00:17:11: wenn ihr da lacht lehnt weil diese Location sehr schön war.

00:17:16: Und damals konnte man, da gab es ja noch KISS-FM als DJ Radio und wenn ihr da so eins oder zwei Leute kanntet, dann konntest du einfach in diesen Sender reinlaufen.

00:17:27: Das war halt nur eine Mischung aus Headbending und Radio machen.

00:17:30: Es war alles ganz relaxed!

00:17:31: Dann habe ich den Fotos von der Location gezeigt... ...und das fanden die so geil, meinten oh das waren wir unbedingt unterstützen und machen euch Radiosports also supported.

00:17:42: bei KISS FM Radio-Werbung ist heute noch das geilste.

00:17:48: Wenn du einen Sponder hast, der dir Radiosports bezahlt, dann hast du die große Reichweite und dann ist das Ding durch die Decke gegangen.

00:17:55: Und dann haben wir drei oder vier Mal veranstaltet, dann wurde saniert, da mussten wir raus aber es hat ausgereicht um die erste Duftmarke zu setzen.

00:18:02: und dann kam der legendäre Tester.

00:18:03: Ja

00:18:04: cool!

00:18:05: Dann DMF

00:18:06: Super, aber das war auch so schön.

00:18:08: Aber für alle die das nun leider nicht erlebt haben diese Jahre da kannst du mal kurz Leute abholen, die nicht ganz klar wissen was war denn dein Job?

00:18:18: Also ich habe jetzt verstanden du musst es von Marketing über Location Scout alles machen.

00:18:24: also vielleicht kannst du uns noch mal paar Eckpunkte geben.

00:18:28: Also ich hab im Do-It-Yourself-Affahrung das gemacht was man heute Event Manager nennt.

00:18:33: Ich nenne das immer noch Veranstalter Und ich habe mich um alles gekümmert, also die Location an den Start bringen.

00:18:46: Ich habe dann Freunde oder Bekannte gefragt, die schon selber veranstaltet haben wo kriege ich die Technik her?

00:18:56: Welche DJs nehme ich?

00:18:57: Wie mache ich das mit der Gastro?

00:18:58: Wie ist es mit der Security?

00:19:00: Wie is's mit der Garderobe?

00:19:01: Das habe ich teilweise erfragt.

00:19:03: oder wusstest vom Ausgehen selber?

00:19:05: und habe mit meinem Partner Michael Vater, die Jeff von Nieck diese Veranstaltung Kings Club aus der Taufe gehoben.

00:19:14: Und da gibt es eine schöne Geschichte zu... soll ich die mal erzählen?

00:19:18: Gerne!

00:19:18: Du mach doch!

00:19:20: Also ich versuch's mal zusammenzufassen.

00:19:22: ja weil also dieser Kings Club hat mittwochs stattgefunden im WMF-Club.

00:19:29: Den gibt es heutzutage nicht mehr.

00:19:30: Der war über zehn Jahre am Start an wechselnden Locations und hatte einen ganz legendären Ruf, so wie das Cookies, was es mal früher gab aus dem legendären Laden.

00:19:42: Und Dieter Schoenig hat damals Französische Hausmusik total angesagt, Livon Duch in Paris ab und zu aufgelegt.

00:19:55: Da gab es eine Veranstaltungsreihe Crazy-Baden.

00:19:59: Die haben Dina Vier große Flyer gemacht, was gibt's heute gar nicht mehr?

00:20:03: Amiruren, Hürre... Das war Papier oder Pappe in verschiedenen Größen und wurde in den einzelnen Läden und Cafés und coolen Restaurants und Szenelläden ausgelegt.

00:20:15: Und dann hat man das gesehen an dieser Ort, da muss ich hin.

00:20:18: Aber in der Größe auf.

00:20:19: hier hat das keiner gemacht.

00:20:20: Es war erstens sehr teuer und war schwierig zu verteilen Aber das war natürlich ein totaler Hingucker.

00:20:28: Und das hat Le Bon Douche gemacht, da haben wir sozusagen dieses Format übernommen und da waren schon immer so Models drauf die aber eher künstlerisch fotografiert waren.

00:20:39: Das ist die eine Geschichte!

00:20:40: Die andere ist es gab mal einen T-Shirt.

00:20:43: Label was ganz bekannt war nahm ins Sackt Und das war so japanische Anime-Sachen auf T-Shirts gedruckt.

00:20:52: Das lief ganz gut und der Peter, der das gemacht hat, hat eine Dépendance in Frankreich ausgemacht – in Paris!

00:20:59: Da gab es eine Aftershow-Party nach der Eröffnung von dem ersten Laden im örtlichen Kudern, Champs Elysees, ins Klinsklapp an einem Mittwoch.

00:21:10: Da war die halbe Berliner Szene zu wegen Und daraus entstand dann, mal kurz zusammengefasst, Phonique kannte das WNF schon und auch die Betreiber.

00:21:22: Er hatte für mich in diesem Pfürstenpalier, so haben wir das genannt, also dieses Pfürsenpalier der Familie Bülow da an der Lundensienstraße hat er ja schon aufgelegt und daraus stand dann eben die Idee den Case-Lab zu machen.

00:21:38: Er legt auf mit der französischen Musik, wir kopieren das Flyer-Format vom Liban Douche Diese Crazy Baby Party Reihe.

00:21:45: Wir machen es an den Mittwoch, nennen das aber Kings Club nicht Queens Club wie Paris und das ganze im WMF Und ich werde immer gefragt warum das so durch die Decke ging?

00:21:55: Wir haben das vielleicht zwei-dreimal gemacht Und dann war das Ding etabliert.

00:22:02: Also ich persönlich, was ich gleich sage, habe es nie so empfunden.

00:22:06: aber kann man das schon gut vorstellen?

00:22:08: Das ist teilweise heute noch so dass zwischen West und Ost Berlin unterschieden wird oder dass der eine sagt alles aus West oder aus Ost Berlin Aber wo die Sender... Perfekt funktioniert halt, das war im Nachtleben und zwar vom Tag eins an.

00:22:24: Am zeh... am zehnten November, neunzehn Wochen, achtzig war das Nachtleben vereint und es war völlig egal woher du kommst weil innerhalb der elektronischen Musik ging's nur einfach um Sympathie und gemeinsam was machen und fertig.

00:22:38: Und ähm ... Der Kings Club hat aber geschafft, frag mich nicht wie sozusagen Die Szenen aus und die Szenemest oder, die sich dafür interessieren.

00:22:49: Oder dass irgendwie Spannen fanden an jeden zweiten Mittwoch im Monat in WMF das war damals gegen über von Frühstattpalasten so einer kleinen Seitenstraße Johannes Straße zu vereinen.

00:23:04: Und dann war es Ja, das war echt verrückt daran.

00:23:09: Also wenn man heute ... Wenn man sagt alle waren da ist die Frage bei ja so und alle aber so den üblichen Verdächtigen aus der Nachtlebenszene.

00:23:16: Und dann wurden mir immer gesagt wirklich schöne Menschen und trotzdem keine Disco Sondern ein richtiger Klub.

00:23:24: also haben sie schon richtig krachen lassen.

00:23:25: und Dann War das ging es in meiner Regel von Dreiundzwanzigruhe bis sechs am Sommer auch mal bis acht Von Mixer aufs Donnerstag.

00:23:38: Das war über Jahre der Knaller.

00:23:43: Also es waren ultipartische Richtungen, die krassesten Anrufe und Infos.

00:23:49: Es gab sogar mal ein Artikel in einer Zeitschrift, wo drin stand ... Die Gästenliste vom Teamstrap ist länger als die Liste, egal wo Eintritt bezahlt wird.

00:23:57: Und das kann doch eigentlich nicht sein!

00:24:00: Ja?

00:24:03: Und lass mich raten, die Jungs haben einlass Bomberjacke und Phoenix Hosen.

00:24:08: Bomberjakke auf jeden Fall?

00:24:10: War das Smiley schon damals doch

00:24:12: mal?

00:24:13: Smiley kam auf jeden fall dazu nicht gleich am Anfang... Ah doch!

00:24:18: Ja ich hab'n Foto von Smiley vor Augen.

00:24:20: da sieht er noch ganz jung aus und hat so ne Mütze aufsteht an der Tür.

00:24:26: Weil

00:24:26: seine Geschichte ist ja er war ja GI bei der amerikanischen Army.

00:24:31: Und als die dann hier abrückten nach der Wendert gesagt, ich habe gar kein Buch zurück in den Bus anzugeben und da hat er das angefangen mit dem Bouncen.

00:24:40: Ja, ja genau!

00:24:42: Das ist dann einer der ganz legendären Tischteuer

00:24:46: geworden.

00:24:46: Ich wüsste noch zu den Neunzern so den Eqa waren immer so die Jungs mit buntfalten Hosen glatze und Bomberjacke an der Tür wie Knark Und so weiter und sofort.

00:24:57: Wisst ihr noch, wen überdecken wir

00:25:01: hin?

00:25:01: Ja, ja.

00:25:01: Wenn du jetzt gerade schon zur Tür hast, es gab Situationen... Kann ich das kurz erzählen?

00:25:08: Klar!

00:25:10: Wir hatten eine Partie, die in der Antisemitik studiert ist Jens Zungszeich.

00:25:13: Ohja

00:25:13: da war ich auch immer.

00:25:15: Das war am neunten, neunzenhundert und achtundneunzig oder neuneunzig.

00:25:22: Und DJ Dole und DJ Komm Jens und Cilo.

00:25:26: Wir hatten damals einen Plaktenlabel namens StudiAv.

00:25:31: Und haben ein Club-Hit geschrieben, wirklich durch die Decke gegen Freakid und Freakide hat ich glaube sogar in den offiziellen Shards geschafft auf die hinteren Plätze.

00:25:41: und wenn du das als DJ sozusagen Trackmaster für deine Community oder die Nightlife-Szene oder elektronische Szene... Das ist die eine Drache.

00:25:50: aber wenn es dann so zu sagen In die sogar in die Schatz kommt, dann hast du einen echten Knaller gelandert und das war dieses Freakit-Ding.

00:25:57: Und dann haben wir gesagt okay, wir machen ein Studium für den fünftig Nacht weil des Label von denen so heißt und feiern diesen Freakid-Hit ab.

00:26:07: und parallel dazu kamen die Neuverfilmung des Kinofilms Studio vierundfünfzig in die Kinos weltweit.

00:26:16: Wir hatten also eine weltweite Pressekampagne zum Studium fünfzig.

00:26:21: Und in der Mitte dieser Pressekampagne, also alle Zeitungen schon berichteten.

00:26:26: Der Film geht an den Start und da war dieses Studio-Fünftigsting vom King's Club, der damals dann schon sehr cool war.

00:26:34: Es waren so unfassbar Brechern voll!

00:26:36: Ich werde es nicht vergessen.

00:26:38: Gegenüber war der Friedrichstagpalast, dann lief die Goldene Hände in einer Veranstaltung.

00:26:44: Und die Goldene Henne war vorbei und da sind ja trotzdem immer so ein paar Stars und Sternchen.

00:26:52: Das war eine warme Septembernacht, die sind dann auch noch darüber gekommen... ...und ich sehe die Securities vor der Tür!

00:26:58: Eine gigantische Menschenmasse, die haben teilweise zu dritt von innen die Tür zugehalten oder aufgedreugt.

00:27:07: Und ein Vierter hat nach unten angegriffen und hat einen nach dem anderen reingerohnt.

00:27:13: Es war eine einzelne kochende Masse, es war wahnsinnig.

00:27:18: Ich sehe noch diese blau-roten Scheinwerfer bei den Dance-Foreignerns und Tidook-Eisen wie Armruhen, Eifelstein und Tanzen.

00:27:25: Wahnsinn!

00:27:26: Wahnsinn...

00:27:28: Sag mal Stefan, dann ist das ja oft so ne?

00:27:31: Man hat diese Anfänger die anfänglichen wirklich wilden Jahre und irgendwann hat man ja bei Cookie auch total gut gesehen wird es ja dann Natürlich erzwungenermaßen, die Stadt gentrifiziert hier wie Blöde.

00:27:45: Wird's dann ja irgendwann auch.

00:27:47: geht es in Richtung professioneller?

00:27:49: Man hat plötzlich eine Lizenz oder man hat irgendwie plötzlich eben so einen richtigen Bietvertrag oder so... Wie hat sich das für dich dann entwickelt?

00:27:58: Ja ganz genau der Lauf der Dinger!

00:28:00: So war das dann.

00:28:04: Ich glaube am Anfang hatten wir noch nicht mal ein Biet Vertrag.

00:28:07: Aber dann ging es irgendwann los, das WMF merkte die Veranstaltung läuft gut.

00:28:13: Dann haben wir ein Jahresvertrag bekommen und ich habe eine Ausscharklizenz also damals gegen Dinge, die heute nicht mehr gehen.

00:28:24: Ich meine jetzt gar nicht so vom Veranstaltungserlebnis her sondern wir durften zum Beispiel die Gastronomie von dem WM F noch übernehmen.

00:28:35: Das könnte man heute auch machen in einem Club.

00:28:38: Aber da müsstest du so eine hohe Miete bezahlen, wenn der Club seine Gastro abgibt und du den ganzen Club nimmst?

00:28:44: Das konnten wir damals noch machen!

00:28:46: Und das hat uns dann ermöglicht einfach Sachen zu machen weil wir es dann finanzieren konnten die sonst nur mit dem Eintritt gar nicht gehen wollen.

00:28:59: Das ist die eigene Geschichte.

00:29:02: Das WMF, das war ja schon liebzensiert.

00:29:05: Da war also das Veranstalten an sich recht einfach.

00:29:08: aber dann kommt eins zum anderen, dann kommen Firmen auf dich zu andere Partner auf dichzu und dann geht die ganz... Und dann waren er so... Warte mal Ende der neunziger Jahre sind die Ämter auch immer wacher geworden und also Brandschutz war ein Thema Fluchtwegewahnen-Thema Ausschankkonzession musste beantragt werden, unter Umständen auch mal zum Umweltamt gehen und eine Lärmschutzausnahme-Genehmigung beantragen.

00:29:41: Wenn man einen Autobereich hatte länger als zwanzig Uhr laut Musik machen konnte.

00:29:47: Das hat sich dann so schrittweise immer weiter professionalisiert.

00:29:51: War es das ganze Aufwendiger macht so ein komplizierter?

00:29:57: Aber das ging relativ lange gut.

00:30:03: Ich habe nur das Gefühl, dass man hat es nach dem Leben relativ lange gewähren lassen bevor er mal jemand kam.

00:30:10: Und vor allem wenn dann größere Filme kamen.

00:30:14: Ich hatte auch für VW geararbeitet oder für Smirnoff.

00:30:16: Zum Beispiel gab's mein Smirnov Experience World Tour da hat's Smirnhoff um... Die ganze Welt herum große Nightlife-Partys im elektronischen Musikbereich gemacht und da haben wir den Postbahnhof gemietet.

00:30:32: Das war Action, also da musst du sozusagen alles abnehmen lassen.

00:30:38: Dann hast du deinen Vorveranstaltungsbeginn, kommt durch die Baupolizei... Ach so, du musst Sanitäter an den Startproben, Rettungswagen an den startproben mit allen Verträge machen.

00:30:51: Also das war ganz schön!

00:30:54: Das ist dann echt aufwendig und das habe ich dann auch nicht mehr alleine gemacht.

00:30:57: da hatte ich dann wirklich gute Leute mit denen ich zusammengearbeitet haben.

00:31:02: Da muss man dann sozusagen anfangen die Sachen auszuteilen weil es einfach groß wird.

00:31:09: Ich würde gerne mal einen Schiff machen.

00:31:12: Du hast gerade so schöne Andockpunkte, dass wir zum Thema Bindung und Inklusion ein bisschen rüberkommen.

00:31:20: Was du gerade beschrieben hast dieser Werdegang, Denkmalchurz, Brandschutz, Fluchtwege

00:31:28: usw.,

00:31:28: ich habe jetzt in den letzten Jahren regelmäßig für die Club-Commission hier in Berlin gearbeitet Klubbetreibende und sensibilisiert für Thema Binderung und Feiern, also feiern mit Binderungen.

00:31:45: Und da war auch ganz oft das Feedback gerade wegen Brandschutz, gerade wegen Denkmalschutz usw.

00:31:53: und sofort sind die sozusagen die Wege für Menschen mit Bindernung in die Berliner Partyszene ganz, ganz oft einfach nicht möglich.

00:32:05: Und die bemühen sich, zumindestens die Kleineren.

00:32:08: Da habe ich immer als sehr bemüht und sehr offen und wir wollen eine Lösung haben und dann kommen immer wieder diese Standards, die sozusagen die Grenze setzen.

00:32:20: Ich weiß nicht, hast du da einen Blick damals schon für gehabt?

00:32:26: Wie inklusiv die Neunzehrauch im Bereich Behinderung andersartig war?

00:32:34: Also ich habe ja ganz konkrete Erinnerungen dran, also was so die Clubs betrifft und da schließt sich nichts mit ein.

00:32:40: Wir haben da nicht drauf geachtet, hatten das nicht auf dem Schirm.

00:32:46: Aber gleichzeitig hatte ich damals einen sehr guten Kanten am Front von mir Sascha.

00:32:53: Sascha ist im Rollstuhl unterwegs und als der Tresor... geschlossen hat, in der Leipziger Straße wohnt dann im Kraftwerk aufmachtig und da tötet man nicht mehr.

00:33:07: Das war ein Donnerstag als die eröffnet wurde.

00:33:10: Da war es ähnlich.

00:33:11: das mit dem Rollstuhl kam zuhause nicht rein, das ist ja über verschiedene Level.

00:33:15: Da haben wir dann einfach rechts und links einen Rad gegriffen und den Rollstuch zu zweit in die Hand genommen und haben dann diese engen Treppen hochgetragen.

00:33:30: Das war damals eigentlich so, dass das Standardverfahren... Da haben wenig Leute drauf geachtet.

00:33:37: Das hat sich vermutlich in den letzten Jahren gebessert.

00:33:44: aber ich glaube da ist noch viel Nachholgedarf.

00:33:47: Kommt oben auf die Location

00:33:49: an.

00:33:49: Und ich glaube, was jetzt auch viel ist das eben über diese ganze Awareness-Team... Das ist ja das, was Jassna.

00:33:56: Grüße gehen raus unsere gemeinsame Bekannte jetzt ja auch gemacht auf Festivals oder Glubs.

00:34:02: Dass es eben jetzt diese Awareness Teams gibt, in jede Richtung gucken.

00:34:06: Nicht nur jetzt, weil sie nicht über Konsum von Substanzen oder Leute nicht übergriffig werden, sondern... ...oder dass es so Schutz- und Rückzugsräume gibt für Menschen, sondern das ist eben auch für behinderte Personen einen guten Zugang gibt.

00:34:20: oder möglicherweise ankommen, hinkommen, klarkommen sagt man ja mal weg kommen.

00:34:26: An der Stelle ohne mal eine kleine Gedenksenkunde.

00:34:30: dann die Spaceships-Partys in Menschmeier.

00:34:34: Die waren großartig, also...

00:34:37: Ach so!

00:34:39: Ja und ich liebe ja auch immer den Ansatz jetzt mal ab von den Normen und da ist ja klar dass das irgendwie eine Entwicklung nimmt von wenn du am Anfang noch nicht mal ne Schanklizenz oder ein Beatvertrag hast, ne?

00:34:52: Dann kommen eben die ganze... Aber was du am anfangs sagtest Stefan dieses sehr inklusive, das eben keiner sich nennt Kopf gemacht hat, wer jetzt woher kommt?

00:35:01: Wer welchen Beruf hat oder so.

00:35:02: Das war ja wirklich so und da gibt es ja diverse Dokumentationen und Bücher sind darüber geschrieben worden wie befreiend glaube ich diese Anfangzeit nach der Wende war Und das ging glaube ich auch noch bis in die zwei tausender rein.

00:35:16: Das hat sich auch finde ich in den Klamotten gespiegelt.

00:35:19: Es gab eben glaube ich keine Dresscodes.

00:35:22: Es ist zwar alles relativ frei und dadurch glaube ich wurde wie du das eben beschreibst mit Sascha Und die Erfahrung mache ich heute auch, wenn nicht so oft... ...zum zwanzig Jahre.

00:35:32: Cookies-Partys gehen mit beim Langstock.

00:35:34: Da wird dann halt irgendwie ein fidgeten Weg.

00:35:37: Also es sind dann eben sofort helfende Hände da und das ist ja eigentlich auch ein schöner Teil davon, dass wenn man sagt okay wir sind jetzt strukturell da leider noch am Anfang oder in den Kinderschuhen aber in der Community lebt es trotzdem oder versucht es zu leben ist es wie in allen Bereichen, je mehr Menschen auch einfach teilnehmen und das versuchen hinzukriegen umso besser glaube ich werden dann auch irgendwann die Bedingungen hoffe ich jedenfalls immer dass man sich so dem Raum zumutet und irgendwann findet die Veränderung

00:36:10: standen.

00:36:11: Für mich ist so ein Marker aus der Zeit wenn ich mich an meine Partyzeiten in den Neunzern und so entsinne entweder klar bei diesen In Anfangszeichen etwas Proldeskos, da hat es immer eine Tür irgendwie.

00:36:27: Aber so Berliner Klubszene, das einste, woran ich mich entsinnen kann, wo man immer mal wegen der Tour nachdenken musste war der Sage.

00:36:35: Ansonsten war Komm-SUA ja also wie du ausgesehen hast, war Wurscht einfach rein.

00:36:43: Also man wohler hätte nie sozusagen an der Tür so krass bewertet, wie die jetzt oftmals der Fall ist sowie zumindestens gehört und noch teilweise schon erliebt hat.

00:36:51: Wir sind ja bitte teilt.

00:36:52: Störmann, was hast du?

00:36:54: Naja ich überlege gerade, denken wir mal an das Guckis da ist auch nicht jeder reingekommen aber fast alle also und beim Kliefstab mussten wir... Also ich habe mich da immer voll auf die Tür verlassen.

00:37:10: Aber zu den neunziger und zweitausender Jahren Was die Community ausgezeichnet hat Und heute gibt's das ja auch noch verbreitet, ihre Friedfertigkeit.

00:37:25: Also es gab in allen Jahren nicht ein einziges mal nennenswertes Stress.

00:37:34: Es gab nie Schläge rein oder irgendwelche großen Streitereien oder Polizeieinsätze, nichts dergleichen und es wurde damals auch schon... wirklich viel drauf geachtet, auch wenn jetzt die Gegebenheiten im Club für Rollis oder Menschen mit einem Handykepp nicht auf die abgestimmt waren.

00:37:54: Dass man sehr aufeinander geachtet hat.

00:37:57: Da kann ich mich gut daran erinnern.

00:37:58: Egal welche Einschränkungen man hatte, man hat sie in den Mitteln genommen und also die waren einfach ein Teil.

00:38:04: Das war wohl keiner irgendwie komisch geguckt?

00:38:07: Oder das war sei dabei.

00:38:13: Ich gehe jetzt natürlich nicht mehr so viel aus, aber ich muss sagen, dass ich damals häufiger Menschen im Rollstuhl ... Das ist ja wahrscheinlich die krasseste Barriere immer noch leider.

00:38:23: Häufige Menschen mit Rollstühlen in Clubs gesehen habe als heute und das würde ich absolut bestätigen.

00:38:29: Und was diese Friedfertigkeit angeht, da kann ich jedem wirklich nur der damals einen Glimps oder eine Soziotreise machen will diesen Bounces of Berlin-Film empfehlen.

00:38:40: Da werden eben drei namhafte Berliner Türsteher.

00:38:43: Eben Smiley, Frank und der ... Wie heißt er vom Berghein?

00:38:50: Der Bruder von Oliver von DJ auch.

00:38:52: Warte mal, wie heißt da aus?

00:38:53: Ich komm jetzt auch nicht

00:38:56: draus.

00:38:56: Mit

00:38:57: dem Metall im Gesicht!

00:38:58: Der auch der Fotograf ist ne?

00:39:00: Die werden halt gezeigt und die geben eben einen ganz tollen Abriss.

00:39:04: also gerade so was du eben beschreibst.

00:39:06: Da klatschen Frank und Smiley sich natürlich total ab erklären aber auch warum das so friedfertig war und wie sie auch ausgewählt haben, dass das jetzt nicht darum ging was jemand an hatte sondern eher so ein Gefühl.

00:39:17: So eine Schwingung und auch so eine Attitude.

00:39:19: und klar dass man jetzt nicht die zwanzigköpfige Junggesellenabschiedgruppe reingelassen hat oder so.

00:39:25: ja natürlich.

00:39:26: Man wollte irgendwie ne coole Crowd und man wollte dass die alle Spaß haben und alle sicher sich wohlfühlen.

00:39:31: Aber es wäre jetzt kein

00:39:33: Video.

00:39:34: Wettot kamen da ganz drauf an, in welchen Clubs du dich bewegt hast.

00:39:38: Genau!

00:39:39: Also für die Technoszene mit hoher Wahrscheinlichkeit.

00:39:43: Aber damals halt auch Stadtrandkind am Mögelsehner-Disco Tollhaus...

00:39:52: Kontraste!

00:39:53: Bitte?

00:39:54: Kontrastee?!

00:39:55: Genau, Kontrast, Elpro, Tollhouse und so weiter und sofort.

00:39:59: Da gab es immer Prügelei.

00:40:01: Ja auf jeden Fall Da war immer was los, also gerade so eine meiner oder draußenen Wartenberg gab es auf dem Feld zwei zusammengestellte Zirkuszelter.

00:40:13: Das sogenannte Zelt.

00:40:15: Ey dann bist du nur mit mir senken Kopf durch als Jugendlicher weil da waren dann... Da waren ein paar Ochsen, weil die haben nur drauf gewartet dass du Blöde guckst.

00:40:26: Dann haste eine Sitze gehabt.

00:40:27: also diese in sich selbst durchverliebte unfriedliche Berlin ist ne Bubble gewesen.

00:40:35: Das ist ne bubble gewesen.

00:40:36: Aber

00:40:36: es ist glaube ich wirklich dieser Hub im alten Ostzentrum gewesen denn Ich kenne das vom Dorf natürlich auch was Du beschreibst.

00:40:44: Also da gab's auch solche Partys und da gab´s auch immer Stress.

00:40:48: Aber das war eben der Untergrund, warum man nach Berlin wollte und hier auch blieb.

00:40:52: Ja?

00:40:52: Weil es dann plötzlich irgendwie so eine wilde tolle Spielwiese die unglaublich viel Kreativität auch freigeschaufelt hat fand ich.

00:41:02: Und wir sind ja jetzt schon ein bisschen in dieses verhinderten Thema reingegreht.

00:41:06: Magst du uns jetzt auch mal erzählen oder mit uns teilen was dir dann wiederfahren ist im letzten Jahr und was das für ne Zäsur auch für dich bedeutet halt in deinem ganzen beruflichen Wirken.

00:41:17: Ja, also ich bin heute vor genau einem Jahr im Urlaub gewesen mit meiner schweizer Freundin und wir waren mit einem Wohnmobil unterwegs und waren auf dem Weg von Barcelona nach Madrid.

00:41:40: Und ich kann mich noch daran erinnern dass unterwegs, das sind glaube ich siebenhundert Kilometer mal auf einem Rassplatz übernachtet haben und sind dann in Madrid auf einen Campingplatz gefahren.

00:41:55: Und da bin ich in der Nacht vom sechzehnten auf den siebzehnten März quasi tot umgefallen.

00:42:06: In nachts um ein Uhr dreißig im Wohnmobil Vermutlich wollte ich auf die Toilette gehen.

00:42:14: Also, ich stand schon aufrecht im Wohnmobil und bin dann nach hinten umgefallen auf meine Freundin drauf, die dadurch wach wurde Und sie sagte mir das Blut in die Augenschoss.

00:42:28: Ich war steif wie ein Drett und hab mich in die Hosen gemacht, weil es ein ganz schlechtes Zeichen ist Weil dann sind alle muskulat... ...sie gesamte Muskulatur schlaft und nicht mehr vier Leben in dir drin.

00:42:44: Und eine kleine Anekdote noch dazu, was ganz verrückt ist.

00:42:49: das beschäftigt mich nämlich immer wieder wenn ich das erzähle.

00:42:51: nur zwei Tage vorher habe ich meiner Freundin einen kleinen Zettel gegeben weil sie aus der Schweiz kommt und die haben andere Notrufnummer an als in der Europäischen Union Die Europäische Union, alle siebenundzwanzig Länder.

00:43:06: Da funktioniert der Notruf one-one-zero für Polizei und ein-ones-zwei für Feuerwehr.

00:43:13: Und das hatte ich auf einen kleinen Zettel geschrieben auch die Zugangskot für meine Telefone usw.

00:43:21: Und habe das in meiner Freundin in die Hand gedrückt für den Fall dass mal was passiert.

00:43:24: Und zwei Tage später fahre ich quasi tot um.

00:43:27: Was?

00:43:27: Weil Sie diesen Zettl hatte, konnte Sie diesen Notrufe wählen... Und zu unserem großen Glück kam dann sehr schnell die Feuerwehr, weil wir in der Nähe des Universitätsklinikums Madrid die örtliche Charité standen.

00:43:47: Die haben die Türen aufgerissen und mich aus dem Auto rausgezogen und sind mit mir in die Notaufnahme geraßt.

00:43:56: Ich kann mich daran erinnern dass ich noch mal zu mir gekommen bin Und meine Freundin, die es über mich beugte und erzählt hat was passiert ist.

00:44:06: Dann wurden so die Fragen gestellt wie heißen sie?

00:44:09: was für ein Datum?

00:44:10: Das konnte ich alles noch beantworten.

00:44:11: Daran kann ich mich auch noch erinnern.

00:44:14: Deswegen dachte man vielleicht einen epileptischen Anfall oder irgendwas anderes.

00:44:20: Wir behalten ihn mal zur Beobachtung hier und haben eine Freundin losgeschickt dass sie zurück zu unserem Camper kann.

00:44:29: Sie würden sich melden wenn etwas ist.

00:44:31: Das passierte dann ein paar Stunden später am frühen Morgen, dass ich mich übergeben habe was ein schlechtes Zeichen ist.

00:44:37: Dann haben die mich ins MRT geschoben und haben gesehen das ich einen Anorysma im Kopf habe was gerissen ist.

00:44:45: Und da stand eine Holland in Flammen also haben sie mich sofort nicht so fort.

00:44:52: Ich hab mir erzählen lassen, dass man nicht sofort aberieren kann.

00:44:56: Man muss den Patienten stabilisieren.

00:45:01: Ich wollte die Spanier immer mal nach Details fahren, vielleicht gelingt mir das noch einmal irgendwann.

00:45:04: Was eigentlich relativ schwierig ist weil wenn es Anorysmal also des Blutgefäßes im Kopf platzt für diejenigen die nicht wissen was damit gemeint ist.

00:45:14: ich stelle es mal ganz einfach da durch den Kopf schon laufen Ader durch die Blut fließt und dieser Ader is an einer Stelle etwas dünner als normal und dadurch Wir haben ja einen Blutdruck.

00:45:28: Das Blut ist da durchgekommt mit bestimmten Drucken und diese etwas dünnere Stelle leiert immer mehr aus, bildet eine Blase und kann platzen!

00:45:37: Und sowas gibt es im Kopf und im Magen.

00:45:41: Aber das muss nicht platzend werden.

00:45:42: Es gibt Menschen die hat mal bei einer Optoption festgestellt, oh die hatten so was, haben sie Glück gehabt dass sie daran nicht gestorben sind.

00:45:49: So aber wenn das Platz im Kopf ist... Ich sag nur Michael Stuhmacher Da ist wenig Platz, um austretenes Blut sozusagen aufzufangen.

00:46:01: Und wenn das da austritt, dann zerquetscht es langsam das Gehirn und deswegen sind diese Anorismen sehr häufig, sehr tödlich oder man wird zu einem schwergegenen Pflegefall.

00:46:16: Man muss diesen Patienten erst mal stabilisieren während des Bluts austritts und dann kann man ihn operieren.

00:46:21: Das hat bei mir ein paar Stunden gedauert.

00:46:25: Destan sagte mir meine Freundin, weil wir praktisch jetzt den Jahrestag hatten.

00:46:30: Dass die Operation dreieinhalb Stunden ging und dann hat man mich in die... wie sagt man?

00:46:38: Intensivstation.

00:46:39: Auf die Intensifstation gebracht und dann begann ein vierzehntägiger Überlebenskampf hat man mir im Nachhinein erzählt, diese Operation, die Verletzung bringt das mit sich.

00:46:55: Wenn man es überlebt dass sich eine zweiwöchige Phase anschließt in der man jederzeit versterben kann was sich dann kaum verhindern lässt.

00:47:04: Das muss man überstehen.

00:47:05: und dann hat man so den ersten großen Berg geschafft.

00:47:07: und da muss man schauen was ist von dem Menschen noch übrig ja?

00:47:11: Der auf der Intensivstation liegt?

00:47:14: Und zu dem Zeitpunkt Das hat mir meine Freundin gestern auch noch mal erzählt.

00:47:21: Die ersten paar Tage konnte ich meine Freundinnen auch noch gut sehen und auch noch alles erkennen, und bin dann erblindet.

00:47:33: Und er blindert in der Form das als war nicht schwarz sondern eine Mischung aus dem fiesesten Novembergrau aller Zeiten dunkel grauschwarz nötig und das ging dann relativ zügig innerhalb weniger Tage.

00:47:51: Und da hat man mir gesagt, es ist eine Nebenwirkung dieses Unfalls, dieses gerissenen Anorismus dass Blut durch den Kopf wandert von innen in die Augen und dann den Blick also komplett vernebeln kann oder teilweise einschränken.

00:48:12: Und mir hat man gesagt, dass ich sehr viel Flüssigkeit in den Augen habe.

00:48:17: Du mischst schon was Flüssigkeits aus dem Kopf und Blut die sich über die Linse legt und dann dazu führt das man wirklich gar nichts mehr sieht.

00:48:29: Das war sozusagen ... Ja, die erste Woche nach diesem Unfall, ich sag mal so sieben Tage später war das dann der aktuelle Stand mit dem ich irgendwie zurechtkommen musste.

00:48:48: Das war sozusagen der Start, also das Leben war für mich gefühlt schlagartig vorbei.

00:48:56: Herzlichen Glückwunsch!

00:48:59: Danke!

00:49:05: Das war eine harte Nummer.

00:49:07: Also da fallen mir so viele Sachen zu einem, das krasseste ist... also ich kann mich an wirklich gar nichts erinnern.

00:49:16: Da wird einfach das Licht ausgeknipst und du fällst um.

00:49:20: Und es hat keinerlei Erinnerung an irgendetwas.

00:49:25: Und hier wird auf einmal bewusst, wie schnell das Leben zu Ende sein kann.

00:49:29: Ohne dass ich irgendwas ankündigt oder du eingeschränkt bist und ein Handy kapassst, weil es plötzlich muss er dich damit abfinden.

00:49:39: Und wo ist in so einen dunklen Loch gestoßen?

00:49:43: Das war...

00:49:45: Und dann lagst du da in Spanien rum zur Zeit?

00:49:49: Es waren dann vier Wochen auf der Intensivstation Und musste noch zweimal notoperiert werden, am Kopf.

00:50:00: Ich hatte dort einen Kopf.

00:50:03: Die haben da etwas festgenäht und ich war nie so richtig bei mir.

00:50:07: Das hat die juckt oder gestört im Kopf.

00:50:10: Dann habe ich das abgerissen zweimal.

00:50:13: Das ist aber sehr gefährlich!

00:50:15: Das ist aber sehr gefährlich, weil die sind über... Also oben in meinem Kopf hatte ich zwei Löcher.

00:50:19: Da sind sie rein.

00:50:20: Das Aneurysmer selber war am Halsansatz zum Kopf.

00:50:26: Ich dachte lange Zeit es wäre im Kopf genießen, aber es war am Halsansatz wo der Schädel beginnt.

00:50:32: Das ist besonders gefährlich weil alles was uns am Leben erhält läuft ja über diesen schmalen Space von unserem Hals.

00:50:41: also da geht hier alles durch und wenn da etwas reißt und blutet das ist besonders geschämlich weil noch weniger Platz ist.

00:50:54: Da musste dann etwas an meinem Kopf oben angebracht werden, was ich mir dann immer abgerissen habe.

00:50:58: Weil es gedrückt und gejuckt hat... Und das war aber sehr gefährlich!

00:51:02: Und dann haben die... Ach so!

00:51:04: Ich hatte Ehre!

00:51:06: ihre krasse Kopfschmerzen.

00:51:12: Ich habe dann mit meiner Hand, mit meiner Faust gegen den Schädel geschlagen um mit dem Schmerz zu betäuben und dann haben wir mich noch zweimal in den OP geschrieben schoben und mich nochmal operiert.

00:51:23: ich weiß nicht genau was sie da gemacht haben aber ich musste Die ganze Zeit liegen, ich durfte nicht aufstehen und hatte ... Ach daran kann ich mich erinnern.

00:51:37: Es waren neun Computer angeschlossen mit entsprechenden Schläuchen.

00:51:40: Ja krass!

00:51:42: Die standen wir alle am Kopfende.

00:51:45: Man, ich hatte das unglaublich große Glück dass dieser Urlaub der sollte relativ lange gehen und nach zehn Tagen ist es passiert.

00:51:53: Und vor uns hatten wir noch vier Wochen und meine Freundin ist dann sozusagen die gesamte Zeit die ich auf der Internetsstation war bei mir geblieben Auf diesem Campingplatz in Madrid und hat mich jeden Tag gesucht.

00:52:10: Das war mit meinen Eltern organisiert und mit meinen Freunden.

00:52:13: Und das ist alles noch so nebelartig in Erinnerung.

00:52:19: Aber eine Sache, ein kleiner Fun-Fact ... Die Intensivbetten hat nie im Leben wieder so gut geschlafen.

00:52:31: Diese Intensivbetten sind Luftgepoltszeit und Computer gesteuert.

00:52:38: Das sind so lauter kleine Quadrate, jedes Alzheimer Quadrat so groß wie eine Handfläche wurde mit Luft gefüllt Und der Computer hat die ganze Zeit gecheckt.

00:52:54: Wie drehst du dich?

00:52:55: Was machst du gerade?

00:52:59: Damit dann sich nicht wund liegt, oder?

00:53:00: Ja.

00:53:01: Die Kubitos-Verhinderung.

00:53:04: Ich vermute mal ja so... Das ist mir gut in Erinnerungen geblieben.

00:53:09: und aber das Ganze war so schrecklich dass ich über die Monate genannt habe wie man unterbewusst sein oder wie mein Kopf die Erinnerung daran versucht im Unterbewusstsein zu zu verstecken.

00:53:27: Also weil es wahrscheinlich...

00:53:28: Das Schutzfunktion auch, ne?

00:53:30: Genau!

00:53:31: Weil es sonst nicht auszuhalten gewesen wäre.

00:53:34: also ich hatte ja die schönsten Gedanken ein bisschen mich umzubringen wenn das mich wieder gut wirkt und keiner konnte mir sagen ob es wieder gut wird.

00:53:41: und dann lag ich da vier Wochen.

00:53:44: meine Eltern haben mich besucht mich haben Freunde besucht und dann muss ich gleich mal sagen also weil wir von Nachtleben gesprochen haben Das Nachtleben hat natürlich auch seine Schattenseiten.

00:53:59: Und solange alles dufte ist und alle zusammen feiern, hat man viele Freunde und viele gute Bekannte.

00:54:08: Und dann ist die Frage, die man sich ja immer stellt oder die ich mir auch gestellt habe was bleibt davon wenn es nicht mehr lustig ist?

00:54:14: Wer ist da noch da?

00:54:15: Ja!

00:54:18: Ich durfte Gott sei Dank die Erfahrung machen dass alle da geblieben sind Intensiv um mich gekümmert haben und dieser also das diese, dass auffangen durch das soziale Umfeld in Form von WhatsApp Telefonaten meine Freunde dann hat das alles gemanagt mir die Nachrichten vorgelesen.

00:54:41: Und also das das hat mich eigentlich am Leben erhalten wie sie auszugeben und ich hatte wirklich extra.

00:54:51: Ich kreibe große Glück, ich kann ziemlich pedantisch sein.

00:54:56: Oder ich bin sehr detailversessen gerade was das Reisen betrifft.

00:55:01: und so für alle Eventualitäten soll ich gerne vornahme auch eine Auslandskrankenversicherung.

00:55:06: Und diese Auslandskrankenversicherung hat es dann sozusagen möglich gemacht, dass das alles über die Bühne ging und keine großen organisatorischen Schwierigkeiten.

00:55:17: Ob jetzt der Transport ist oder die Versorgung?

00:55:21: Wer soll das alles bezahlen?

00:55:26: Hat wunderbar gegriffen und nach vier Wochen wurde ich dann ausgeflohen in die Charité.

00:55:31: Blinnt!

00:55:34: Glückwunsch!

00:55:35: Das muss ich nochmal kurz erzählen.

00:55:39: Ich hatte große Angst vor dem Fliegen wegen des Druck-Unterschieds und da sagte man mir von der Auslandspfankenversicherung, ich soll mir keine Sorgen machen, wenn die Spanier sagen dass du flugfähig bist dann kannst du den vertrauen.

00:55:58: das sind alles Profis genau wie hier in Deutschland.

00:56:01: Wir stellen dir einen Flugarzt an die Seite, der dich begleitet weil du ja nicht siehst.

00:56:08: Und dann was mich wirklich sehr erstaunt und auch zu trainen berührt hat es wusste einfach jeder Bescheid auf dem Weg vom Krankenhaus zum Madrider Flughafen.

00:56:24: wir mussten umsteigen glaube ich in Frankfurt weil kein anderer Flug mehr zur Verfügung stand und wurde dann abgeholt von der Charité am BER.

00:56:35: Und das hat alles wunderbar funktioniert, auch wenn die Charité ein bisschen zu spät kamen.

00:56:39: Da haben wir uns vorhin zwanzig Minuten vom BER rumgestanden.

00:56:43: Aber wir sind mit der Lufthansa geflogen.

00:56:47: und dass es heute noch so Kinder wären... Zuerst ausgerufen allein reißende Kinder im Begleitung ohne Menschen mit Händen gehabt.

00:56:54: Ich war da der ... Die einzige Person, auf die das zutrafen.

00:56:59: und dann sind wir durch diesen kleinen Gang zum Flugzeug gelaufen.

00:57:03: Da standen drei Stüro dessen, die konnte ich so schämendhaft wahrnehmen... Und da sagte eines Stürres, dass sie wussten was mit mir ist!

00:57:14: Und die gingen dann so rückwärts durch zwischen diesen Gängen durch.

00:57:18: und er hat dann gesagt Herr Wirth sehen Sie mich?

00:57:22: Folgen Sie mir?

00:57:23: Und hat mir dann die Sitzreihe sieben gezeigt.

00:57:25: und da sagte sich, Sie sitzen am Fenster.

00:57:28: Der Flugarzt sitzt am Gang und dachte ich auch scheiße, jetzt sitzen wir uns noch jemanden.

00:57:32: Ich sehe gar nichts.

00:57:33: Dann meinte sie, keine Sorge der Sitz ist gesperrt.

00:57:37: Damit der Flugarz jederzeit stützen kann, können wir Hilfe brauchen.

00:57:41: Großartig!

00:57:43: Und auch aller Security-Kontrolle, die wussten total bescheid es war.

00:57:47: Total das Rezibili das gemacht haben.

00:57:48: Wir haben es ganz vorsichtig mit zum Handscanner abgescannt Und das lief echt großartig.

00:57:57: Ja, und dann bin ich in der Charité... In einer Charité wusste in der Notaufnahme niemand von mir!

00:58:09: Ein Herr wird es hier angekündigt?

00:58:12: Nein, haben wir jetzt nicht.

00:58:13: Packen Sie den da mal auf die Liege und dann war das total voll in der Neurologie.

00:58:18: Insgesamt habe ich sieben Stunden einer Notaufnahme, einer Neurologie gelegen und ich kann mich noch daran erinnern dass ab und zu meine Schwester zu mir kam und eine der letzten Wortmeldungen war.

00:58:28: Herr Wirt es dauert jetzt nochmal ein bisschen.

00:58:30: wir haben hier gerade die Polizei mit einer Schussverletzung bei einem Patienten.

00:58:34: den müssen wir als erstes mal notbehandeln.

00:58:36: Sie müssen leider noch ein bisschen warten.

00:58:38: Ja, und dann hat man mich noch mal ein ganz nächstes halt untersucht.

00:58:43: Und mich dann auf mein Zimmer gebracht.

00:58:45: nach sieben Stunden Schlottern auch den kalten Gängen der Notaufnahme.

00:58:50: Und du bist dann wahrscheinlich da auch noch stationär ein bisschen geblieben?

00:58:54: Und bis dann irgendwann kamen dann auch irgendwann Reha für dich, weil du sagst es ist ja eine richtig Prognose!

00:58:59: Da traute sich niemand ran, weil eigentlich alle dachten diese Form von Aneurysmerunfall geht eigentlich selten gut aus.

00:59:07: Ja, genauso war es.

00:59:09: Also zu dem Zeitpunkt... Ich bin dann noch mal zwei Wochen in der Charité geblieben und mein Oberarzt Dr.

00:59:20: Mack kam am nächsten Tag vor mir da, stellte sich vor und sagte den Satz ich beglückwünsche sie zum Gewinn des Jackpots in der Lebenslotterie Und ich so, wie meinen Sie das?

00:59:37: Na ja, da sind sie in diesem Zustand hier vor mir sitzen und sich mit mir unterhalten.

00:59:43: Ich kann Ihnen nicht erklären, wie es geht.

00:59:46: Aber Sie haben's irgendwie geschafft!

00:59:52: Dann hat man sozusagen mich noch zwei Wochen zur Beobachtung dabehalten Und die Spanier haben wir zu mir gesagt nach drei Wochen oder dreieinhalb Wochen.

01:00:04: Sie werden jetzt von der Intensivstation verlegt auf die Normalstation, weil sie sich soweit stabilisiert haben dass wir mit unserer Behandlung durch sind und sie müssen jetzt nach Hause und werden dort weiter behandelt.

01:00:19: Dann hat sich also die Charité noch mal, die Neurologie intensiv vor mich gekümmert und da wird der Kopf geröllischer MIT gemacht.

01:00:30: Und letztendlich war dann sozusagen die Situation stabil aber es war halt blinter.

01:00:38: Und dann hatte man mir gesagt ... Ach, die Spanier sagten schon zu mir, ach das können wir operieren!

01:00:46: Und da hatte ich schon die große Hoffnung, dass sobald sie sich einigermaßen von dem Aneurysmal erholt haben und dann eine Heilung eingetreten ist und der Kopf sich beruhigt hat und eventuelle Schwellungen weg sind.

01:00:59: Dann können wir uns um die Augen kümmern.

01:01:02: Und da dachte ich das lässt sich relativ schnell wieder in Ordnung bringen ließ es sich aber nicht weil ich das Alurisma, was im Kopf also das Blutgefäß was geplatzt ist.

01:01:15: Da wird ein Stand eingesetzt der sozusagen die beiden intakten Verbindungen des Blutfäßes verbindet.

01:01:26: Das muss fest wachsen und das dauert ein halbes Jahr und da kriegt man schwerste Blutverdünner damit sich an diesen.

01:01:36: Da gibt es sicherlich irgendwie so eine Übergangskante, wo dieser Stand mit dem Blutgescheh verbunden ist.

01:01:41: Und da darf sich an diesem, ich nenn's mal Huckelchen, was auch immer das ist... ...da darf sich nichts dran stauen oder hängen bleiben und deshalb kriegt man schwere Blutverdünnern.

01:01:52: Mit schweren Blutvertüdern dürfen wir aber keine Operation gemacht werden, weil dann das Risiko zu verbluten extrem hoch ist!

01:02:00: Und die haben natürlich gesagt deswegen ja, mit den Augen können wir vielleicht etwas machen Aber das nächste halbe Jahr auf gar keinen Fall.

01:02:08: Das bleibt jetzt erst mal so, wie es ist.

01:02:11: Es war ein wirklich schwerer Schlag.

01:02:14: Mir ging's dann schon besser und dann sagte auch die Charité zu mir... Und das ist das was mich so verwundert hat!

01:02:22: Also ich war in der Charité auf der Normalstation.

01:02:26: Ich konnte nicht.

01:02:28: Um es auch einmal für den Hörer zu sagen, ich bin mit dem Leben davon gekommen Zwar zu hundert Prozent, ich habe keinerlei Einschränkungen im Korps.

01:02:38: Ich hab keinerlei Schädigungen erlitten was es besonders schwierig macht.

01:02:46: also so eine natürliche Situation.

01:02:49: Ich konnte nicht in der Charité bewegen im Rahmen des Möglichsten und hätte auch damals dann so reden können wie wir jetzt reden Aber war halt blind, ich hab nichts gesehen.

01:02:59: Es war wirklich schrecklich.

01:03:02: und dann sagte auch die Scharität zu mir, wir können nichts mehr für sie tun.

01:03:06: Sie müssen sich deshalb ja abwarten.

01:03:09: Und dann dachte ich mir aber ihr könnt mich doch jetzt hier nicht so blitt erlassen, soll ich mich denn zurechtfinden?

01:03:18: Da hat da keiner so richtig dran gedacht.

01:03:19: Dann gieß es okay, wir müssen eine Anschlussreha finden und das war dann Beelitz Genau.

01:03:29: Die haben ja da eine neurologische, große neurologische Station und was ein bisschen doof war diese neurologischen Stationen die hatten also da man sehr viele Schlaganzfälle und Arztabandte Sachen die hatten alle neurologische Einschränkungen.

01:03:48: ich war der einzige der keine neurologischer Einschrankung hatte aber aufgrund dieses Anurismus bin ich sozusagen in den Bereich der Neurologie einsortiert worden und habe dann da auch die Reha gemacht.

01:04:00: Und die Rehra bezog sich in erster Linie auf Wiederherstellung oder Stabilisierung von Funktionen, die eingeschränkt sind was das Gehirn betrifft.

01:04:09: Die hatte ich ja nicht!

01:04:12: Es war blind und damit waren sie vollkommen überfordert bei der Reha.

01:04:17: Die wussten also so starb zu einer Augen Spezialistin die mit mir so ein paar Übungen gemacht hat.

01:04:25: Aber es war erst mal auf mich alleine gestellt und so richtig viel hat man da nicht gemacht, mit mir.

01:04:33: Obwohl er eigentlich eher ein bisschen Orientierung und Schutz und ihr puffert werden im Bezug auf deine Ablindungserfahrung in dem Moment gebraucht hättest du?

01:04:43: Ja absolut!

01:04:45: Also ich musste damit eigentlich weitersgehen, alleine klarkommen.

01:04:48: Ich habe dann irgendwann nach einem Blindenstock gefragt Und habe glücklicherweise eine sehr freundliche Pflegerin gehabt, Cindy war cool.

01:05:01: Und Cindy hat gesagt ich klemm mich jetzt mal dahinter dass du einen blinden Stock bekommst und zwar auf dem kurzen Dienstweg weil in der Bürokratie über die Krankenkasse Dauert das?

01:05:14: Eigentlich müssen wir hier einen blinden Trainer haben, der den Umgang damit beibringt.

01:05:20: Quasi wie so eine Art Unterricht und wenn du den Erfolg gleich absäugelt hast dann bekommst du ein Blindenstock!

01:05:28: So ich habe den aber doch relativ schnell bekommen und hab dann einen vom Sport unterwegs... Wie nennt sich das aus der Physiotherapeut?

01:05:39: Genau, Physiotherapoid.

01:05:41: Ich war ja auch einer der Jüngeren da.

01:05:43: Der war sehr cool und weil ich so gut in Bewegung war, ist er mit mir und dem Blindenstock durch die Ballachei gelaufen also durch B-Litz an sich aber auch über Waldwege und hat mit mir geübt sodass ich relativ schnell mit dem Blitenstock fit wurde.

01:06:03: Und dann, nach nur zweieinhalb Wochen, sagte auch Bele Teilstätten, wir können nichts mehr für sie tun.

01:06:11: Sie müssen nach Hause sein und da hatte ich große Angst vor.

01:06:16: Das war ganz, ganz schrecklich zu unternehmen.

01:06:20: Aber jetzt wäre ja auch mal spannend zu hören wenn du das teilen magst wie du dir deine Zukunft vorgestellt hast weil es war alles ein... Kann muss aber nicht.

01:06:30: Kann sein, dass man es operiert weiß man nicht.

01:06:33: vielleicht musst du dich jetzt darauf einstellen das die Augenerblinung bleibt.

01:06:37: also was ist da in dir vorgegangen?

01:06:39: wie hast du dir deinen?

01:06:40: weil ich meine wenn man jetzt die Beschreibung gehört hat was du geruflich gemacht hast das ist ja auch nichts wo man sagt Ja mal gucken wir das umbauen können dass das noch alles geht.

01:06:52: Was ging da so in dir?

01:06:55: Mann das war schon bitter.

01:07:02: die Tage und Wochen in Spanien auf der Intensivstation, also das Reichste habe ich ja vor allem schon mal gesagt von wenn das nicht wieder in Ordnung kommt dann bringe ich mich oben.

01:07:18: Und der Verlust des Augenlichtes ist... Wahrscheinlich geht es für alle Sinne aber wenn du nichts mehr siehst.

01:07:24: das ist besonders brutal.

01:07:27: und am Anfang stand ich noch so unter Schock Und dann habe ich gemerkt und das bleibt jetzt so.

01:07:37: Niemand kann mir genau sagen, ob das wieder in die Gänge kommt.

01:07:49: In den dunkelsten Momenten mit dem Umbringe habe ich mir kurz danach gesagt, natürlich machst du es nicht!

01:07:53: Das wird irgendwie weitergehen... ...und hab mich dann selber beruhigt und auch meine Freundin war ja auch an meiner Seite, wir haben viel drüber gesprochen Das haben wir uns so darüber unterhalten, das wird wieder werden.

01:08:06: Und wenn es nicht werden wird dann finden wir eine Lösung.

01:08:11: aber wir glauben jetzt erstmal und hoffen auf das Beste und daran habe ich mich festgeklammert.

01:08:18: und dann wurde mir gesagt dass der Körper in der Lage ist sich selber zu heilen.

01:08:26: das dauert ungefähr ein ganzes Jahr Und dann wird sozusagen diese Flüssigkeit, die sich in den Augen befindet.

01:08:33: Die wird ganz langsam abgebaut und das begann so im zweiten Monat.

01:08:39: Da habe ich da manchmal so kleine... Also ich kann mich daran erinnern.. Ich sitze ja in Innenhof der Charité im Durchschnittklinikon auf der Bank des Sonnischen.

01:08:54: Das war am Mai letzten Jahres.

01:08:58: Da fährt ein Krankenwagen, einen Schritttempo an mir vorbei und ich kann das Dach oben die Dachkante von dem Auto sehen.

01:09:07: Und ein Blaulicht.

01:09:09: Also den Rest des Autos war.

01:09:11: das was da drunter war habe ich nicht gesehen.

01:09:13: Da hab' ich zum ersten Mal gemerkt dass sich das so langsam aufklärt.

01:09:20: aber das war ultra langsam und daran habe ich mich festgehalten dass es besser werden wird.

01:09:31: Aber ich habe natürlich viel darüber nachgedacht, wie soll das alles werden?

01:09:37: Beruflich Veranstalter machen kannst du auch nicht mehr.

01:09:41: So geht es ja gar nicht!

01:09:43: Dann hab' ich ja nach den Veranstaltungen – Sophie hat das ganz am Anfang mal erwähnt – bin ich dazu übergegangen die großen Künstler dieser Welt wenn sie in Berlin auftreten mit so einem Shuttle-Auto zum Auftritt zu fahren, zum Hotel zu fahren.

01:10:00: Also da bist du ja noch viel mehr auf deine Augen angewiesen.

01:10:04: Das war also komplett gestrichen.

01:10:06: Ich habe gedacht das kann ich nie wieder machen und hab dann auf diese Operation gehofft und mich daran festgehalten und hab aber festgestellt dass es auch nicht alles ganz so einfach wie gesagt weil es verschiedene Operations Möglichkeiten gibt.

01:10:29: Und dann hatte ich lange Zeit große Angst, also auch wenn dir eine Operation vielleicht helfen kann an den Augen operiert zu werden das möchte man nicht.

01:10:50: Also grundsätzlich hat der Utfall ja erst mal dazu geschürt dass mein Ur vertrauen Erschüttert wurde, das ist auch heute noch so.

01:10:57: Ich habe viel schneller, viel eher Angst vor Dingen, die es nicht, weil das war ohne Feuer gar nicht immer nachgedacht heißt.

01:11:04: also diese scheinbare Unverletzlichkeit deiner selbst dieses Urvertrauen das geht alles immer gut du machst dir keine großen Sorgen über irgendwelche Dinge.

01:11:17: Das ist schwerstens erschüttert worden.

01:11:19: Und wenn da jemand sagt, sie operieren deine Augen und vielleicht kannst du dann wieder gut sehen.

01:11:25: Das überlegst du dir auch noch mal dreimal?

01:11:27: Weil es kann auch schiefgehen und die Netzhaut sich ablösen bei so einer Operation.

01:11:32: Wenn die Netz-Haut sich abblöst, ist das ganz vorbei.

01:11:36: Ja mit Mentomorie fällt mir da sofort ein.

01:11:39: Ich bedenke dass du sterblich bist.

01:11:41: Das ist über solche Sachen relativ schnell an dem Kopf.

01:11:46: Und witz' ja weise, weil du meintest seine Freundin kommt aus der Schweiz.

01:11:49: Hast du mal den Tell geliesen?

01:11:52: Wer ein Tell ist keine Geschichte.

01:11:54: Genau und da gibt's eine schöne Zitatik Versuchtet mal frei Was das schön zusammenfasst was du gerade beschrieben hast.

01:12:01: Welch Ärgeres gibt es noch zu erwarten als dass das Auge in seiner Höhle nicht mehr sicher ist.

01:12:08: Ja so ist es.

01:12:10: Es ist spannend diese uhrangst die Du beschreibst also wie sehr wir kulturell, ihr seltschaftlich an diesem Augenlicht hängen.

01:12:21: Wie stark dieser Sinn hervorgehoben wird, obwohl es durchsinntechnisch... Ich stelle mir Ertaubung schwieriger vor zum Beispiel.

01:12:32: Noch schwieriger wie Augen?

01:12:34: Ja!

01:12:35: Es gibt so einen Spruch, den ich finde sehr klischehehaft, aber der ist mir überall mal begegnet Blindheit, ähm, äh, trendig von den, oh Gott, die warndete Kriegs noch zusammen.

01:12:49: Blindheit trendt dich von den Dingen Taubheit von den Menschen.

01:12:52: Ich find's ein bisschen übertrieben.

01:12:54: ja also das ähm.

01:12:55: ich glaube worauf es um Rums da geht ist dass halt sozusagen mit blindheit immer noch eine unheimlich differenzierte Kommunikation ermöglicht durch Sprache.

01:13:04: Ja

01:13:05: ähm Wohngegen der Verlust des Höhrens Natürlich diesen Kanal halt dicht macht.

01:13:14: Und ja, so zumindest.

01:13:18: Also ich finde es immer total schwierig sich vorzustellen, egal ob man selbst betroffen ist oder nicht.

01:13:26: Aben ab oder Beinen ab oder was auch immer.

01:13:31: Die spannende Situation ist, dass das was du eben auch angesprochen hast.

01:13:36: Dass es einfach jeden treffen kann.

01:13:38: Das sagen wir ja immer viel in den Vorträgen oder so.

01:13:42: Wir sind uns, dem ich bewusst wäre und da schließe mich selber total ein.

01:13:46: Ich bin immer mit dem Glauben aufgewachsen, dass es eigentlich sehr wenig gibt, was wir nicht mehr heilen können.

01:13:52: Je mehr ich Kontakt natürlich zu Menschen mit Behinderungen habe... oder wir auch diesen Podcast machen, erfährt man eben was es manchmal für Dinge geben kann die erst mal so überhaupt nicht dramatisch klingen.

01:14:06: Aber dann eben tatsächlich zu einer krassen Einschränkung führen ja?

01:14:10: Oder du kriegst das eben einfach irgendwann oder du hast einen Unfall und dann kommt ja dieser Moment wie du richtig sagst.

01:14:18: Dann geht dieses Gedankenkino los von wirklich dem tiefsten Dunkel mit Selbstmordgedanken bis hin zu Jahr wird sich irgendwie.

01:14:25: es ist jetzt alternativlos.

01:14:27: Ich muss gucken, wie ich damit irgendwie krach komme.

01:14:29: und da ist ja auch das was du vorhin sagt, dass Stefan glaube ich das Umfeld sehr entscheidend.

01:14:35: Ich glaube wenn man dann irgendwie auch noch ein soziales Umfeld hat und das sagen ja auch die Disability Studies immer das Vorfähigkeiten, Talent Ausbildung Das soziale Umfeld eigentlich über die Karriere oder dann den weiteren Weg und auch überhaupt, dass die Teilhabe als solche entscheidet.

01:14:52: Und das sind wir auch für so ein bisschen zu nehmen was wir am Anfang hatten.

01:14:56: Da hast du ja auch eben tatsächlich Glück gehabt?

01:15:00: Ja da hab ich wirklich großes Glück gehabt!

01:15:04: Ich bin ja wirklich sehr sozialer Mensch, deswegen habe ich dann auch die Veranstaltung gemacht.

01:15:09: Du brauchst einfach einen guten Draht zum Menschen allgemein.

01:15:16: Du wirst ein Gastgeber sein Aber dass du also aus deinem Inneren heraus, so kannst du es schlecht spielen.

01:15:23: Du musst einfach auch ein Entertainer sein und dann kannst du in dem Bereich auf jeden Fall erfolgreich werden und gut was machen.

01:15:35: Und dadurch hatte ich... Also das fällt mir jetzt gerade ein, ja?

01:15:42: Dieser Umstand, dass ich eigentlich lange Veranstaltungen gemacht habe hat mir ein sehr großes, zwanzuelfisch soziales Umfeld verschafft.

01:15:51: Natürlich der allergrößte Teil eher bekannte aber doch so viel oder ihr kennt das beide vielleicht auch von früher wenn man viel ausgegangen ist.

01:16:03: Du konntest es alleine weggehen weil du sowieso alle getrocknet hast und dann ja Dann bleibt doch ein ziemlich großer Teil erhalten über all die Jahre, auch wenn es dann mit dem Decking weniger wird.

01:16:22: Man bleibt weiterhin in Kontakt und trifft sich dann mal hier und da.

01:16:26: Und da war die Anteilnahme wirklich riesengroß.

01:16:31: Das habe ich nicht gedacht an meine Freundin Sandrina... hat sich sehr, sehr um mich gekürmert.

01:16:39: Die ist also auch sozial wirklich ein absoluter Traum.

01:16:43: Die hat dann für mich eine WhatsApp-Gruppe gegründet und hat dann dafür gesorgt dass ich in der Charité und im Beelitz von all den Kontakten die so dicht da dran waren und die in dieser Gruppe drin waren das sie nicht besucht haben.

01:17:03: Hat das richtig?

01:17:04: Die hat das richtig gemanagt und das hat mich am Leben erhalten.

01:17:07: Das hat mich nur verzweifeln lassen, es hat die Ablenkung gebracht!

01:17:11: Und das Schöne war auch dass alle mit mir ganz normal umgegangen sind... ...und jetzt fällt mir was ein, was ich eine Zeit lang gemacht habe, das hat bestimmt komisch ausgesehen.

01:17:21: Ich selber konnte nicht dabei ja nicht sehen.

01:17:24: Mit der Zeit ist der Blick etwas klarer geworden wobei das Wort klar eher in die Irre führt weniger, weniger blind.

01:17:35: Ich konnte ein bisschen was erkennen und dann habe ich mit dem Kopf immer so gebacken nach rechts und links.

01:17:42: Weil ich dadurch diese Stückchen vor den Augen kurz weggeschütteln konnte... Und wenn ich mich noch verhalten hab, hat sie in der Zeit mit dem Kopf nur gebacket.

01:17:51: Das hat die Leute manchmal irritiert und die mussten dann auch lachen und meint, hoffentlich ist das nicht einen Tick, der für die Ewigkeit bleibt, dass man vielleicht wieder in Ordnung kommt.

01:18:02: Und das hat mich wirklich sehr ausgefangen.

01:18:07: und dann kam der Moment, als ich aus Beelitz erlassen wurde und nach Hause gebracht.

01:18:17: Ich wurde ja mit dem Kackenwagen nach Hause gefahren hier in den Wedding und das traf mich wie ein Hammer diese vielen Menschen und ich habe nichts gesehen.

01:18:27: also nur so leicht schämenhaft.

01:18:29: ich hatte wahnsinnige Angst.

01:18:32: Ich hatte ständig Angst, um vorgegen zu laufen.

01:18:37: Die Bordsteinkarte beim Straßenüberkehr auf die Straße treten, das ist der Abrotcher.

01:18:44: Einkaufen am Supermarkt war ja ganz schwierig und auch ein Pflegedienst, der sich um mich gekümmert hat, damit mir einkaufen war.

01:18:54: Und als sie Beelitz sagte dann nach zwei Wochen zu mir – das war da in den Juni.

01:19:03: Wir müssen sie jetzt leider entlassen, weil wir können mit ihnen nicht mehr weiterhelfen.

01:19:08: Das Beste ist sie gehen nach Hause und stellen sich dem Leben und versuchen damit klarzukommen.

01:19:15: Und das wurde relativ zügig entschieden?

01:19:21: Da wurde ich dann von etwas überrascht.

01:19:25: Als das entschieden wurde, hatte ich dann noch ein paar Tage, die ich da bleiben konnte.

01:19:30: Da waren Wochenende dabei und an diesem Wochenende sollte mich meine Freundin Besuchung in Beelitz übernachten um eine Woche bei mir bleiben zu können.

01:19:39: Und an einem Freitag kam sie in Berlin an und ich wurde an diesem Freitags entlassen von Beeliz und wir haben uns ja zur Hause bei mir getroffen.

01:19:50: Und meiner Freundin war dann ... Das war ne glückliche Schirurt die ersten fünf Tage, wo ich hier wieder in der Stadt war bei mir und ist mit mir an den Supermarkt gegangen.

01:20:01: Und ich kann mich daran erinnern, dass wir an den supermarkt gingen und für mich war es fast dunkel.

01:20:08: Ich habe mich ständig erschrocken, wo Dinger stehen.

01:20:11: Ich wusste nicht wie ich mich bewegen sollte.

01:20:14: Ich hab mich an dem Einkaufswagen festgeklammert mein Herz raste... Ich bin ins Schwitzen gekommen und ich dachte, das kriege ich nie wieder hin.

01:20:27: Und sie hat mich dann halt unterstützt, dass ich da nicht durchdrehe!

01:20:34: Du hast es ja so geschrieben, dass du neurologisch sonst wieder relativ schnell auf den Beinen warst und mit dieser einen Tag auf einer anderen Blindheit.

01:20:45: Karsten, bei dir war es ja ein bisschen anders.

01:20:46: Weil du ja auch noch andere körperliche Gebrechen erst mal aushallen musstest ne?

01:20:52: Ja, ich hatte ja, wie gesagt, bei mir war der Polytrauma mit ältlichen Knochenbrüchen und so weiter.

01:20:58: aber sozusagen diese ... Bei mir war auch nach fünf und halb Wochen aus dem Krankenhaus raus und konnte nach drei Monaten die G-Stützen dann weglassen.

01:21:10: Aber ich war auch, also hat schon sehr viele Parallelen, was Stefan gerade erzählt.

01:21:17: Und was ich wirklich noch mal gerne hervorheben möchte, weil du hast du gerade völlig korrekterweise in dem Bereich Disability Studies mit reingenommen.

01:21:26: Ich würde es aber gerne nochmal erweitern auf diesen Resilienzbegriff wie wichtig ein soziales Umfeld stabil und gut unterstützt ist für so einen für die Resilienz durch solche traumatischen Situationen durchzukommen.

01:21:44: Das ist ein absoluter Schlüsselfaktor, ja?

01:21:48: Also ich teile das, dass ich damals eine ganz tolle Frau an meiner Seite hatte, die mit mir diesen Weg gegangen ist immer noch Schapo, also das ist halt was, dass man sein Leben lang wirklich dankbar, dass es so war oder Stefan?

01:22:06: Absolut, absolut.

01:22:09: Das ist das einfach.

01:22:10: Genau.

01:22:10: und dann halt auch noch dieser unterstützende Freundeskreis bei mir war zum Beispiel so ich habe fünfundhalb Wochen im Krankenhaus hier liegen.

01:22:19: und der Tag an dem ich am wenigsten Besuch hatte um dass die Familie schon abgerechnet waren dreizehn Leute.

01:22:30: Wir haben teilweise so zwanzigst im Besucherraum gesessen.

01:22:37: Und das holte ich ganz schnell wieder ab, also wie gesagt kann es wirklich nicht je noch betonen gute stabile soziale Beziehungen sind ein absoluter Gamechanger wenn's wirklich in die Krise kommt.

01:22:56: Und das ist halt was, das muss man hegen.

01:22:59: Das muss man pflegen und es vergeht im Alltag.

01:23:02: und jetzt wo ich das erzähle, denke ich mir so oh Gott, du bist auch mal wie Spüter bei dem und dem und den melden.

01:23:07: Ja

01:23:08: aber Stefan, was du beschrieben hast, dass dir dann da jemanden mal schnell so Mobilitätstraining also ich mache das ja seit Jahren immer mal wieder dieses mit dem Langstock Und da denke ich auch so, mein Gott irgendwie wie gnädig dass ich so eine lange Phase hatte die mich jetzt immer für Stück darauf einstellen kann.

01:23:26: Klar, da gibt es dann immer wieder ne neue Einschränkung das wird dann immer schlechter.

01:23:31: aber ich habe so das Gefühl ich hab dadurch natürlich ich und meinen Umfeld können sich ganz langsam dran gewöhnen wir können generell unsere Resilienz aufbauen und deshalb denk ich mal was du sagst auch nur dieses plötzliche Aufwachen oder Das ist schon ein Hardcore.

01:23:49: Es sollte eh das wie von der Klippe springen und du hast halt sozusagen die Bergwanderung bergab stetig.

01:24:01: Du hast ja vorhin auch kurz mal angedeutet, dass sich jetzt natürlich Dinge verändern, wie man ängstlicher wird... Ich kenne z.B.

01:24:08: auch Fälle wo Menschen, was ich so etwas schlagern oder herzten, lange irgendwie dazutendiert haben, ständig in du Druck zu messen.

01:24:17: oder also generell hast du jetzt so was hat sich bei dir im Leben irgendwie da auch so ein Schalter umgestellt ist.

01:24:23: Du guckst jetzt wirklich ganz anders drauf auf deine berufliches Weiterkommen und auf deinen Umfeld und wie du jetzt dein Leben weiter fortführen möchtest?

01:24:33: Ja!

01:24:34: Also es ist wirklich so dass ich... vorsichtiger geworden bin.

01:24:40: Also mir fällt da zum Beispiel ein Erlebnis ein, man dass es auch noch mal richtig schrägt.

01:24:47: das muss man nochmal untersuchen lassen.

01:24:48: also als ich in der Schweiz war meine Freundin besucht habe haben wir einen Ausflug gemacht in die Berge auf dem Gletscher.

01:24:56: Der war zwei tausend sevenhundert Meter hoch und Ich hatte ganz schön Atemnot.

01:25:05: Das war mir neu, das kannte ich nicht.

01:25:07: Ich war ewig Jahre vorher das letzte Mal auf so einer Höhe aber daran kann ich mich gut erinnern.

01:25:13: Das war wahrscheinlich ein Skiausflug oder sowas und das war uns nicht kein Thema wenn die meisten Skigebiete gehen ja so auf drehtausend Meter hoch und es war mal alles easy.

01:25:23: Und was diese Blindheit unter eingeschränkte Aktionsradius von mir mit sich gebracht haben ist außerdem konditionell.

01:25:36: war ich so runtergefahren, weil ich mich kaum bewegt habe dass ich sehr schnell erschöpft war.

01:25:47: Mich erinnert es gibt zum Beispiel bei Telefonen, bei Handy das Phänomen der Tiefentladung.

01:25:54: dann ist ein Akku dermaßen leer dass der auch nach Stunden kaum aufgeladen ist, weil einfach die ganze Energie raus ist.

01:26:05: Und so hab ich mich gefühlt als ich da auf diesem Gletscher war konnte man ganz normal an dem Gletschersee entlang laufen und mir wurde ein bisschen schummrig oder hat mich die Angst gepackt.

01:26:18: also da habe ich dann auch gesagt komm lass uns schnell wieder runterfahren.

01:26:24: Man konnte ja mit einem Auto bis da hoch bis zu dieser kleinen Wanderung und dann habe ich gesagt schnell wieder runter.

01:26:30: Da habe ich gemerkt, dass da geht in mir drin etwas zerbrochen.

01:26:39: Das heilt auch nicht mehr.

01:26:41: Wenn das einmal erschüttert ist... Also was heißt es halt nicht mehr?

01:26:45: Vielleicht schwächt sich das über die Jahre ab?

01:26:49: Das kann ich jetzt noch nicht sagen.

01:26:51: aber Wir machen Dinge schneller Angst und ich überlege, soll ich das jetzt machen oder soll ich nicht?

01:27:04: Man wird einfach vorsichtiger.

01:27:09: So ist es dann gelaufen.

01:27:12: Das fand ich ganz schön krass, dass sich da oben so backlich war.

01:27:17: Da hatte ich auch... das war ja noch die Heilungsphase mit dem Stand im Kopf und wenn du überlegst hast ein künstliches Teil aus unserem Hightech-Material was einen Blutgefäß verbindet dann ist der Druck auf zwei tausend Sehundert Meter ein anderer.

01:27:35: und danach sagt er auch Dr.

01:27:36: Müller zu mir.

01:27:37: Der Dr.

01:27:38: Möller ist der Augenarzt aus der Charité.

01:27:41: Na ja, Herr Solt war jetzt vielleicht auch nicht so die tolle Idee.

01:27:47: Auf einen Ausflug in diese Höhe zu machen würde ich es jetzt nicht nochmal wiederholen.

01:27:54: Allerdings hat mich auch niemand darauf vorbereitet.

01:27:57: Ich habe gar nicht soweit daran gedacht und ich hatte letztens eine Situation da war ich krank Also so Grippe, ähnliche Symptome gehabt und habt stark gehusstet.

01:28:13: Selbst da dieses Husten... Da dröhnt der manchmal der Kopf.

01:28:18: Ja!

01:28:19: Und dann steigt auch der Druck im Kopf bei dem Hustern.

01:28:23: Und da denkst du sofort an diesen Stand und hoffentlich hält das.

01:28:30: Ja, das hält auf jeden Fall.

01:28:32: Aber befreide ich mich von diesen Gedanken.

01:28:35: Ich weiß genau, wovon du sprichst.

01:28:37: Also bei mir waren so etliche Knochenbrüche, Hochschädel und Trauma usw.

01:28:41: Und wir haben die Ärzte gesagt naja wenn sie mal nochmal doll auf den Kopf fallen kann es durchaus sein dass sie vollständig blind werden.

01:28:50: Dass der Sinner vollständigt in der Arsch steht.

01:28:53: Na ja er sagt okay Und dann habe ich mich erst mal jahrelang sehr vorsichtig bewegt, wie du doch beschrieben hast.

01:29:00: Das braucht wirklich lange mein Tipp.

01:29:04: Lass dich da professionell begleiten weil das ist wirklich Ausnahme und es ist ein traumatischer Erlebnis was du durch hast ja?

01:29:13: Und was du beschreibst diese Vorsicht auch Ängste die kennen ich ganz genau so.

01:29:18: Das ist ganz normaler Teil dieses Erfahrungsprozesses und ich habe mich nicht begleiten lassen im Nachhinein-Bereuchs.

01:29:28: Ich muss das dann sozusagen auf einen sehr, sehr harten eigenen Weg machen.

01:29:33: Hat auch funktioniert aber hat mich einfach auch hier so viel Lebenszeit und Energie kostet und im Nachgang gesagt, als hätte ich mich da professionell begleitet lassen wäre es mit hoher Wahrscheinlichkeit schneller und vielleicht besser.

01:29:44: Dann hat sich dann irgendwann angefangen mit Snowboarden.

01:29:46: Und was passiert beim Snowboardern?

01:29:48: Man packt sich halt auch mal richtig hin und ja noch auf den Kopf, da kannst du dir vorstellen wie die ersten Male waren.

01:29:54: Da hab ich dann auch kurz dahin legen und erst einmal überlegen okay funktioniert noch alles.

01:30:01: also das braucht wirklich lange lange Zeit stammeln.

01:30:05: Also ich glaube du beschreibst da was.

01:30:07: Ich glaube dass hängt genau damit zusammen.

01:30:11: Die letzten drei, vier Tage da konnte ich kaum schlafen.

01:30:16: Weil ich wusste also wenn du so eine Verletzung wie ich erlitten hast mit dem Anorismus bis zu ein Jahr lang krankes Schrieben und dann näherte sich dieses Eingeringer vom sechzehnten auf den siebzehnten März und wir befinden uns jetzt Erinnerungsmäßig so die zwei drehtage davor und ich habe einen Bett gelegen und konnte nicht schlaven weil ich Angst hatte zu sterben.

01:30:41: Dass ich dieses eine Jahr, aus welchen Gründen auch immer.

01:30:44: Also gab jetzt nichts wo man sagt, hoffentlich geht das irgendwie gut.

01:30:47: Ich hatte so die... Und es war so wirklich... Ich wusste nicht was auf mich zukommt und da keiner darauf vorbereitet.

01:30:58: So die letzten zwei Tage vor den sechzehnten, siebzehnten wurde der Druck den ich empfunden habe, als würde irgendetwas Großes auf meiner Brustlastung... Jetzt sind's noch zwei Tage, Stefan.

01:31:14: Die musst du schaffen!

01:31:15: Nicht dass du jetzt noch auf den letzten Metern das irgendwas passiert.

01:31:20: Es gab überhaupt keinen Anlass, dass es passieren könnte aber ... Das hat mich so überfallen und hat mir wahnsinniger Angst gemacht.

01:31:29: Und ich hatte zum ersten Mal das Gefühl Dass das Universum gesagt hat, pass auf Stefan.

01:31:35: Jetzt ist ein Jahr vorbei.

01:31:37: Das ist deine Probezeit gewesen die hast du überstanden und jetzt fängt dein zweites Leben an.

01:31:45: Kann ich nachvollziehen?

01:31:46: In

01:31:46: den Hinblick auf die Zeit wollen wir mal mit dem zweiten leben...

01:31:49: Na Moment!

01:31:50: Ich will noch die Auflösung.

01:31:52: Die Augen also kannst Du jetzt wieder sehen.

01:31:56: hast so diese Augen OP gemacht.

01:31:59: Achso

01:31:59: ja stimmt das haben wir auch gar nicht

01:32:00: gemacht.

01:32:02: Genau, also das ist ja so der Punkt.

01:32:04: Stefan siehst du mich?

01:32:08: Also Antwort ist Ja!

01:32:09: Ich habe die Augenop gemacht und ich kann wieder sehen.

01:32:13: aber das war auch ein sportliches Unterfangen.

01:32:18: Man hat mir gesagt... Das nennt sich TERSON mit THIR-Tersonsyndrom, Blindheit.

01:32:30: Die tritt im Rahmen dieser Anorismalgeschichte öfter auf und wie gesagt, der Körper kann sich selber heilen.

01:32:39: Und dann sagt er mir Dr.

01:32:40: Müller aus Taubenklinik in der Charité also die Personen, die wir mit ihnen vergleichen können, sie haben so leiste Sehbehinderungen durch das Anorismus.

01:32:52: Die können dann schlechter Autofahren oder schlechter Lesen Und die entscheiden sich, dann öfter mal dafür ein Jahr lang zu warten.

01:33:01: Weil das mit den Augen ist eine sportliche Geschichte, die erzähle ich gleich.

01:33:06: Aber bei ihnen wird... Sie haben so viel Flüssigkeit in den Augen!

01:33:11: Ich kann mir nicht vorstellen dass sie nach zwölf oder vielleicht auch nach fünfzehn Monaten das auflöst.

01:33:18: und wir sprechen jetzt von dem Zeitraum September, Oktober, November letzten Jahres Als es dann so langsam darauf zu ging, dass das halbe Jahr vorbei ist.

01:33:29: Da hat man dann nochmal ein paar Kontrolluntersuchungen gemacht in der Charité und alles gut verheilt.

01:33:34: Man kann die schweren Blutverdünne absetzen und dann könnte man anderweitig operieren was dann bei mir in die Augen sind.

01:33:41: Und da sagte der Dr.

01:33:42: Müller zu mir also wir machen folgendes Der Augapfel, was wir allgemein als Auge bezeichnen, der Glaskörper wird entfernt Und das einzige, was vom Auge bleibt ist das weiße Auge dieser Lederholt und die Popille.

01:34:02: Da hinten befindet sich ein Medium durch das man durchgucken kann.

01:34:08: Das ist entweder Öl einen Gas in Form von Luft oder Wasser.

01:34:14: Nur Wasser ist in der Lage eine sofortige Heilung herbeizuführen.

01:34:21: Bei Luft ist es so, dass der Körper sogenanntes Augenwasser bildet.

01:34:28: Das heißt also erst mal ist Luft im Auge dahinter da kann man nicht durchgucken und dann bildet sich eine Augenflützigkeit die dann so langsam ansteigt über mehrere Wochen und am Ende ist es dann so das man da durch gucken kann.

01:34:42: Und jetzt muss ich kurz noch eine kleine Geschichte aus der Charité zu erzählen.

01:34:47: Medizinisch sind Top.

01:34:50: Also die Menschen kommen aus der ganzen Bundesrepublik und aus anderen Ländern in die Charité, um sich dort behandeln zu lassen.

01:34:58: Organisatorisch ist es sportlich in der Charité.

01:35:03: also da herrscht durchaus Makaos.

01:35:07: Termine während vergessen doppelt gemacht Operationen abgesagt Es fehlen Mitarbeiter das geht nicht jenes geht nicht.

01:35:16: Und dann hatte ich diese Erfahrung über mehrere Wochen gemacht, weil ich alle vier Wochen zur Augenkontrolle musste.

01:35:22: Ich habe in der Augenzine die längste Zeit um die Augen kontrollieren zu lassen, da habe ich sieben Stunden verbracht und das stärkt jetzt nicht unbedingt das Vertrauen in das Gelingen einer Operation, sondern die organisatorischen zuständigen.

01:35:43: Man hat mir aber gesagt, ich soll mir keine Sorgen machen.

01:35:46: Die Ärzte oder Operateure und Chirurgen, die kennen zwar diese Unzulänglichkeiten.

01:35:53: Aber deren Arbeit während der Operation ist davon nicht betroffen?

01:35:57: Die machen das was sie können professionell und richtig gut.

01:36:04: Die wissen oft gar nicht unter welchen Umständen man jetzt da gelandet ist, die auf die Operation abgesagt wurde.

01:36:10: Das war bei mir mehrmals der Fall was auch nichts Gutes mit dir macht, weil du dich seelisch und moralisch darauf vorbereitest, dass dein Auto operiert wird.

01:36:20: Dann wird ihr gesagt es besteht die Möglichkeit das den Netzhaut sich ablöst.

01:36:27: Das merken wir aber während der Operation nicht wenn wir am nächsten Tag fragen was sie sehen und Sie sagen sie sehen Nichts sondern ist es schief gegangen.

01:36:36: Das gehört alles mit zur Aufklärung.

01:36:39: damit muss man sich auseinandersetzen Und wir können Ihnen nicht sagen, ob wir jetzt Luft reinmachen und dann bildet sich umfangs Wasser bis man durchgucken kann.

01:36:50: Ob wir von vornherein Wasser einfüllen oder ob wir Öl in das Auge einfüllen und zum Thema Öl auf.

01:36:59: Nicht so schön!

01:37:01: Man kann durch das Öl durch gucken aber hat automatisch plus vier Komma Null Diatrin Dauert es sowohl bei dem Gas und auch bei den Ölwochern, dass das Auge sich daran gewöhnt hat.

01:37:15: Und man sich so einigermaßen daran da durchgucken kann.

01:37:20: Und danach kriegt man irgendwann gesagt jetzt bleibt das so wie's ist?

01:37:24: Und sie können zum Optiker gehen und sich eine entsprechende Brille anschätigen lassen weil die Sehstärke ändert sich nicht mehr.

01:37:34: Da ich aber sowieso schlecht gesehen habe war... die Option Wasser, Luft oder Öl jetzt nicht so besonders verlockend weil mir keiner sagen also ein Auge wird operiert da siehst du dann besonders schlecht wenn du was Luft oder öl drin hast.

01:37:51: das ist total verschwommen.

01:37:52: Du kannst nichts erkennen und das unoperierte Auge sieht so halbscheiße.

01:37:58: Dann denkst du dir oh mann jetzt vielleicht doch nochmal vier fünf Monate warten.

01:38:07: Was ich auch festgestellt habe, ich hab mich dann nach und nach an dieses schlechte Sehen gewöhnt.

01:38:13: Ich konnte schon so teilweise was erkennen durch das Kopfschütteln und nicht einigermaßen zurechtfinden.

01:38:20: aber im Hochsommer war in meiner Wohnung immer, ich habe hier einen Hallogen-Scheinwerfer, ich brauchte diesen Hallogenscheinwerfer um mich in der Wohnung zu Recht zu finden, die lange Zeit.

01:38:32: Aber daran habe ich mich auch gewöhnt und hab dann so gesagt, naja wenn das jetzt zu sein soll, ist es so.

01:38:38: Ich krieg das irgendwie hin.

01:38:40: Und hab mich in der Zeit lang gestorbt gegen diese Operation mit den Augen weil mir gesagt wurde wir können Ihnen vorher nicht mitteilen was wir benutzen.

01:38:50: Wir müssen das Auge öffnen und sehen was wir vorfinden und entscheiden an Öl Wasser oder Luft.

01:38:57: Oh, hab ich den Dr.

01:38:58: Müller genervt.

01:39:01: Was machen wir denn?

01:39:02: Und dann saß ich da und die Operation wurde ein Mal an einem Tag zweimal verschoben.

01:39:12: Da bin ich ausgerastet und habe richtig doll mit denen geschimpft in der Charité weil das hat mich von einem Loch ins nächste geworfen.

01:39:21: Dann macht dich psychisch fertig so nix.

01:39:25: Das macht dich total fertig.

01:39:26: Ich hab gehört den Schlosshand, ich wusste gar nicht... Also ich sehe es schlecht, das wird operiert.

01:39:31: Nee doch nicht!

01:39:32: Wir werden sehen was wir machen wenn wir's vorschinden.

01:39:35: Es ist alles so eine unsichere Situation.

01:39:38: und dann sitze ich bei dem Müller im November, er guckt mir in die Auge und sagt naja, die haben ja schon einigermaßen Fortschritte gemacht.

01:39:44: Ich sage ihnen jetzt was?

01:39:46: Wenn wir sie operieren nehmen wir Wasser.

01:39:47: Und ich bitte

01:39:48: was?!

01:39:50: Ich denke, es geht erst wenn sie das operieren sagt er nicht.

01:39:53: Es hat mich jetzt schon entschieden wir nehmen Wasser und dann wurde das Auge operiert und es hat nur neunzig Minuten gedauert.

01:40:01: und euch halt wahnsinnige Angst dass irgendwas schiefgeht weil wie gesagt das kann sich auch die Netzhaut ablösen.

01:40:07: Ja ja genau.

01:40:08: Und da bin ich aufgewacht und hatte so ein Verband über den Augen der relativ locker drauf lag Und dann konnte ich zwischen dem Verband und den Nasenschlügel so einen schmalen Spalt viel nicht ins Auge.

01:40:28: Der dachte mir, naja das ist auf jeden Fall heller als Volner.

01:40:31: Das scheint ja zu klappen!

01:40:33: Ich kann auch was erkennen aber war mir noch unsicher.

01:40:35: Dann bin ich ins Zimmer zurückgebracht worden und nur zwei, drei Stunden später ist etwas passiert, was nur passiert dann keiner damit gerechnet und dass niemand auf den Schirm hat.

01:40:44: Was ich sagen will... Wenn ein Arzt kommt und sagt, so, wie sieht er?

01:40:49: Wir nehmen jetzt mal eine Verband ab.

01:40:50: Dann bist du darauf fokussiert ob das mit dem Auge geklappt hat oder nicht.

01:40:55: Du erwartest eine Veränderung.

01:40:57: Wenn das aber alles nicht eintritt sondern dass passiert, dass der Pfleger kommt und sagen wir müssen den Verband wechseln.

01:41:04: Ob drei Stunden nach der Operation das Auge war noch berötet um geschrollen habe ich in so einem Stuhl gesessen im Kopf... Den Kopf an den Nacken geliegt weil er nimmer den Kopf in die Nacke und hat mich voll darauf konzentriert, dass sie diesen Verband abfummelt.

01:41:20: Und dann nimmt er den Verband ab.

01:41:22: Was ich nicht auf dem Schirm hatte, wenn die Operation funktioniert hat kann ich plötzlich sehen.

01:41:28: Und ähm... Dann war kurz ein Moment stille und dann machte es BOOM!

01:41:36: Es war irre hell aber angenehm.

01:41:39: Es war wahnsinnig farbig und kontrastreich gestochenschach und glasklar.

01:41:44: Ich bin aufgesprungen Hab die Arme hochgerissen und hab so den Pfleger, der mich ganz erschraubt mir angeguckt hat gesagt.

01:41:55: Ich kann alles sehen!

01:42:00: Oh Mann was für eine Watt für ne Geschichte.

01:42:05: Wir hatten ja in der letzten Folge die wundervrage und dieser Folge ist es eher so ein Wunderfolge würde ich mal sagen.

01:42:14: Ja man, also Glückwunsch ja.

01:42:17: Also auf der anderen Seite Bindung, Lebensbindung wäre auch für dir worden, zu viel mal dazu aber krass krasse Geschichte, also stark einfach und Glückwunscht dass du jetzt wieder gucken kannst.

01:42:32: Also insbesondere Autofahren.

01:42:34: Ja und Autofahrn geht alles wunderbar.

01:42:37: das Verrückte war ich hatte mich Also bis zu der Operation mit dem Auge, das war Ende November, siebzehnter März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November.

01:42:51: Ich war acht Monate mehr oder weniger blind und hatte mich zu dem Zeitpunkt dann schon damit abgefunden wenn es schief geht oder nicht klappt oder irgendwas ist... Der Mensch gewöhnt sich an alles.

01:43:06: Und was ich nicht gedacht hätte, ich hatte mich schon damit eingerichtet.

01:43:11: Ich habe mich in einer Wohnung zurechtgefunden und bin zwar immer wieder mal noch gestolpert oder oberhin geblieben aber ich hatte mir schon damit arrangiert wie es ist wenn das jetzt nicht klappt oder so bleibt.

01:43:25: Das ist mir dann zum Glück erspart gewesen dass man den Augen funktionierte.

01:43:33: Und dann kam die zweite Operation am dritten Dezember.

01:43:39: Die lief dann genauso problemlos ab und ich werde nicht vergessen, wie Dr.

01:43:44: Mellach vor meinem Bett steht und mich zufrieden angönnt und sagt... Wie ist das?

01:43:50: Ja war gut!

01:43:55: Es macht auch alles sehr demütig und dankbar.

01:43:59: Das ist, weil du auch merkst das nicht selbstverständlich ist auf dieser Welt.

01:44:04: Aber der Mensch ist ein Mensch und er denkt, dass es alles selbstverständliche, das ganz normales Denken fühlen oder handeln.

01:44:11: aber es ist eben nicht so.

01:44:13: Ja, nee, das ist halt nicht.

01:44:15: Du wirst schön eine schöne Klammer zu wenn ich gerade meinen Kaffeebecher gucke.

01:44:21: Genau!

01:44:21: Der Kaffees alle... Vielen, vielen Dank, dass du mich auch wirklich so ins Detail gegangen ist und so intensiv geteilt hast.

01:44:28: Das ist ja auch immer alles dann nochmal so ein Durchleben.

01:44:33: Ja, ja, wir sind auch zwischendurch ein paar mal die Tränen fast gekommen, weil das... das ist schon eine harte Nummer, weil es erschüttert dich in deinem Innersten dermaßen oder diese Katastrophe tritt so urplötzlich ein?

01:44:50: Genau!

01:44:52: Das ist schon, also das... Also ich muss aber auch noch was sagen.

01:44:59: Da hat die Hundert dran gedacht, was vielleicht ein bisschen ungewöhnlich ist.

01:45:04: Ich habe noch zwei andere Diagnosen.

01:45:07: Einmal ADHS im Erwachsenenalter und eine andere, die ich jetzt mal hier nicht nennen will Für Zungen sage ich mal sehr un-un-unstehten Lebensstil.

01:45:26: Gerade das ADHS steht mir oft im Weg und das ist halt, du bist dann unruhig und hektisch.

01:45:34: und also das hat man ja alles erzählt.

01:45:37: und so schrecklich dass auch alles war!

01:45:39: Also bei mir... Das trifft jetzt nur auf mich zu.

01:45:45: Das ist eigentlich krass, wenn man das ausspricht.

01:45:47: Aber ich empfinde es genauso an meine Freundin auch!

01:45:51: Ich sage immer, dass Universum hat zu mir gesagt... Mein lieber Freund Stefan Wenn du nicht hören willst Dann gehst du irgendwann drauf.

01:46:03: Und damit und damit das nicht passiert Sorge ich jetzt mal dafür Dass ich dich richtig hart ausbremse.

01:46:14: Und meine Freundin und ich sind beide der Überzeugung, dass dieser harte Einschnitt dazu geführt hat, dass sich deutlich ruhiger geworden bin.

01:46:27: Nicht weniger die gefährlichsten Situationen aussetze, die ich oft gar nicht so wahrnehme und nicht so viel Blödsinn mache.

01:46:40: Das hat dieser schwerer Einschnitt mit dem Aneurysm und dem Ablinden bewirkt, dass alles was die Zukunft betrifft, ich dort mit mehr Achtsamkeit rangehe.

01:46:55: Das hätte ich ohne diesen Unfall nicht getan.

01:46:59: und dann also die Gefahr zu verunfallen weil man unten Blödsinn macht und denkt das kriegt man jetzt hin, die war immer gegeben.

01:47:12: Das hat mich auf den Boden zurückgebracht und... Also, ja.

01:47:22: So kann man das einfach mal sagen.

01:47:23: Es hat mich zu einem... Ah, das hat sich auch krass sein, aber es hat mich so einen besseren Menschen gemacht würde ich sagen.

01:47:27: Na,

01:47:28: das werden wir mal sehen, wenn wir uns in ein paar Jahren wieder hier hören wie viel dann noch übrig ist in der Normalität.

01:47:35: Das ist die Frage, ja?

01:47:37: Ja, na, das verwischt er also.

01:47:39: Und das hat man sich immer mal wieder zurück erinnern und sich bewusst machen muss, dass man Glück hatte wie viel Glück man hatte.

01:47:49: Aber wieder so schön Culture eats strategy for breakfast.

01:47:56: Ja aber krass Stefan danke Danke Danke für Teilen.

01:48:02: Ich glaube aber das auch ein wunderschönes Artefakt für dich jetzt gerade hier entstanden ist.

01:48:08: Dich selbst mal in dieser Situation wenn ihr jetzt grade so bist selbst reflektieren hören zu dürfen später mal.

01:48:16: Weißt du ich meine?

01:48:17: Ja, zum

01:48:18: Jahrestag.

01:48:18: Zum Jahrastag also danke für teilen, danke dass du da warst und wie sagt gerade diese Offenheit und so Schapo.

01:48:28: Vielen Dank dafür!

01:48:29: Danke, danke.

01:48:30: Ich bin auch echt froh, dass ich jetzt praktisch auch zum Einjährigen hier sein kann und nochmal erzählen kann wie das so war Auch wenn es jetzt nicht geklappt hätte mit den Augen, was ich gemerkt habe.

01:48:46: Das Leben ist nicht zu Ende.

01:48:48: Es wäre weitergegangen und dann ... Ich kann nur noch mal sagen das soziale Umfeld ist wichtig.

01:48:54: Was mir auch zugute gekommen ist... Ich bin ja ein sehr sozialer Mensch.

01:48:58: Ich hatte mich gerne oft um Freunde gekümmert die in Schwierigkeiten waren Und es gab insgesamt zwei Wortmeldungen, die gesagt haben Stefan du warst für mich

01:49:07: da?

01:49:09: Jetzt bin ich für dich da.

01:49:12: Das ist eigentlich das Allerwichtigste im Leben, sich um seine Lieben zu kümmern und ohne irgendwas zu erwarten.

01:49:19: Sondern einfach diese sozialen Bindung stärken.

01:49:23: Das lässt ein alles aushalten und wieder ins Leben zurück können.

01:49:30: Top!

01:49:31: Also getreu dem Motto Liebe sich wer kann.

01:49:37: Schön dass er da war, ihr Lieben.

01:49:38: Hab mich sehr gefreut.

01:49:39: Hab doch einen

01:49:40: wunderschönen Tag.

01:49:47: Du möchtest uns im Podcast besuchen oder in deine Organisation einladen?

01:49:52: Dann kontaktiere

01:49:53: uns unter Besuch at

01:49:55: tomasenaufderfantasie.de.

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