#26 Rollen inklusive Nebenwirkungen
Shownotes
Radioformat im Bikini Berlin mit Gesa
Reportage von Gesa: "Über Lücken beim Schutz gegen Gewalt und Missbrauch"
Infos zu Pflegestützpunkten beim Bundesministerium für Gesundheit
Angebote im Bereich Demenz seitens der Malteser Berlin
Projekt – Berliner Hausbesuche (BHB)
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presented by KnowDular e.V. 2026
In- und Outtromusik: „Island Boy“ von prazkhanal, https://pixabay.com/users/prazkhanal-24653570/
Transkript anzeigen
00:00:03: Willkommen zurück bei Tomaten auf der Fantasie.
00:00:11: Wir, Carsten Otto
00:00:13: und Sophie von Stockhausen
00:00:15: öffnen wieder unsere Kaffeeküche für den behinderten Blick auf
00:00:19: die Arbeits-
00:00:20: und Organisationsfeld.
00:00:23: Hallo Carsten!
00:00:24: Hallo Sophie!
00:00:27: Na?
00:00:27: Na?
00:00:28: Ich habe heute wenig Zeit.
00:00:29: Ja ich auch aber ich hab halt so ein Reminiszinsgefühl.
00:00:33: Okay Okay, erzähl.
00:00:35: Wen hast du denn mitgebracht?
00:00:36: Ich habe ganz, ganz wunderbaren Besuch mitgebracht und zwar die Wunderbare Geser-Ufer.
00:00:41: Oh!
00:00:43: Sie ist Journalistin und Moderatorin bei so namenhaften Radiostationen wie den Deutschland von Kultur oder Radio Eins.
00:00:52: Der Deutschlandfunk moderiert sie zum Beispiel den Kompressor oder diesen tollen Podcast plus eins in dem ich auch schon mal zu Gast ein durfte.
00:01:01: Und bei Radio Eins ist sie unsere Buchredakteurin, also sie ist sozusagen in der Literatur-Lekturin.
00:01:09: Ich bin Literaturagentin!
00:01:11: Agentin?
00:01:12: Das war das Wort, dass es mir fehlte genau und da hören wir dann über was wir gerade alles lesen sollten könnten.
00:01:19: Aber Gesand macht natürlich auch Reportagen zu Themen die wir heute vielleicht auch noch kurz anschneiden wollen hat auch ein Podcast über die UK-Mark gemacht und dann gibt es jetzt das Format im Bikini.
00:01:32: Das ist eine Live-Sendeformat, dass in Bikinihaus läuft... Und ich glaube sogar fünf mal die Woche!
00:01:38: Gäser Herr, sicher gekommen?
00:01:40: Hallo ihr zwei, es ist mir Ehre und Vergnügen zugleich.
00:01:43: Ach Gäsa uns erst und du bist ja, das muss man ja wirklich jetzt mal vorne wegstellen.
00:01:47: Du bist der Grund warum es Sophie und mich und diesen Podcast gibt.
00:01:53: Also ich bin nicht der Grund, warum es euch beide gibt.
00:01:56: Das möchte ich mal klarstellen aber noch nicht so gut.
00:01:59: Aber ich sehe mich echt als Anbahnern und Kupferin eures Glücks.
00:02:06: Wir haben uns im Grunde... Ja ihr beiden habt euch bei Radio Eins in einer Sendung kennengelernt die Ich mit organisiert habe.
00:02:15: So war das damals.
00:02:16: Richtig!
00:02:18: Und jetzt seid ihr selbst Stars.
00:02:20: Stars des Podcastgewerbes.
00:02:23: Naja, wenn uns kaum
00:02:24: rettet.
00:02:24: Die Fans klopfen jetzt schon wieder unten gegen die Tür.
00:02:28: Reisebus-Ladungen belagern euch!
00:02:31: Um mal den Anglizismus Deutsch zu verliehtlichen Starchen.
00:02:40: Ich freu mich wahnsinnig dass ihr beide euch da ja auch an dem Tag so viel zu sagen hattet und daraus eine schöne Geschichte geworden ist.
00:02:48: also ich bin auch nach gerade gerührt dass ihr mich jetzt auch noch mal einladet und freue mich total euch so munter zu sehen.
00:02:56: Ja, wir erst!
00:02:57: Schön, schön dich wiederzusehen, wiederzuhören...
00:03:02: Und ich meine diese Radio-Eins inklusiv Sendung ist ja eigentlich eine perfekte Überleitung denn das Format gibt es ja leider nicht mehr ne?
00:03:09: Also das ist ja den Tag gewesen Ich glaube immer der dritte Oktober wo eben nur Menschen mit Behinderungen einen ganzen Tag Radio gemacht haben und ich durfte auch mal eine Sendung Und das ist mehr oder weniger eingeschlafen, Riesa.
00:03:22: Ja und ganz ehrlich ich habe auch nochmal so überlegt woran es liegt.
00:03:26: Ich kann mir gut vorstellen dass es eine Wiederauflage gibt und ich werde das auf jeden Fall auch noch mal wieder anregen.
00:03:32: aber Das hängt auch damit zusammen dass wir das unsere alte Schatten gegangen ist und die Schatten hatte auch einfach nur eine persönliche Nähe zu Themen mit Inklusion zusammenhängen.
00:03:44: und Ganz ehrlich das ist ja doch häufig so Wenn an wichtigen Stellen wichtige Weichen in Richtung Inklusion gestellt werden, dass doch meiner Erfahrung nach häufig damit zu tun hat, dass die Leute irgendeine persönliche Berührung einen Punkt haben wo sie mit dem Thema konfrontiert sind.
00:04:02: Wo es ihnen einfach wichtig ist oder sich überhaupt kapiert haben wie schwierig das auch ist für Leute mit Handicap so im normalen Alltag sichtbar zu werden oder radiohörbar
00:04:16: Ja.
00:04:16: Und auch wie dann daraus eben so ein Kreislauf entsteht, der das Ganze auch wieder befördert dieses Diversitätsgeduld sozusagen dann wieder ins Rollen bringt und dass wir dadurch eben einfach gemeinsam irgendwie so toll voneinander profitieren und lernen können auch ne?
00:04:33: Naja wo du keine Schnittpunkte hast kannst du nicht mitdenken.
00:04:36: Das
00:04:37: ist total wahr!
00:04:38: Und je weniger Menschen mit Handicap mit Einschränkung sichtbar in der Gesellschaft sind desto weniger werden sie auch mitgedacht.
00:04:48: Also das ist ja wirklich so eine Katze, die sich in Trans beißt, ne?
00:04:52: Das ist so!
00:04:53: Und was qualifiziert dich denn als Li?
00:04:59: Meinst du meine berufliche... ...meine Verbindung zum Thema?
00:05:03: Alles, alles!
00:05:05: Also ich gehörte glaube ich auch bis zu meinem... ...dreihundertreißigsten Lebensjahr zu genau dieser Gruppe von Menschen, die keinerlei Berührungspunkte mit irgendeiner Form von Behinderung haben hatten.
00:05:18: Einmal war ich, glaube ich mit einem Konferentenunterricht mit meiner Gruppe in so einer beschützenden Werkstatt und war so überfordert dass sich, glaube Ich heulend wirklich buchstäblich heulen.
00:05:29: zusammengebrochen bin auf dieser Exkursion aus der Abteilung gar die armen Menschen oh nein was für ein Elend.
00:05:36: aber waren die Quitsch vergnügt und es war alles nur in meinem Kopf.
00:05:40: ja und dann wurde ich eben Mutter eines Sohnes mit einer ganz gravierenden Meldung Und auf einmal war das Thema sehr präsent in meinem Leben.
00:05:48: Ja,
00:05:49: doch!
00:05:49: Da war ich, wie gesagt, ich glaube, dreiunddreißig und das ist unser zweites Kind Däniklas?
00:05:55: Und der hat so eine Chromosomenveränderung, dem fehlten Stück auf den fünften Chromosom und das hat ewig gedauert.
00:06:02: Das überhaupt klar war, dass er eine Venom hat.
00:06:05: dann hat es noch mal ewig getauert bis klarer Wasser hat.
00:06:10: Ja, gingen eigentlich die Reise erst so richtig los.
00:06:13: Weil die Prognose auch eine sehr ... ja, ich möchte sagen, düstere war.
00:06:19: in Sinne von dieses Kind wird möglicherweise kaum sprechen lernen und er wird möglich nicht laufen lernen.
00:06:25: Er wird möglicherweise dieses und jenes nicht.
00:06:28: Und das waren auf jeden Fall heftige Zeiten!
00:06:33: Ich gucke jetzt immer wieder auf alte Fotos aus der Zeit und muss echt sagen dass ich damals glaub ich lange fast so wie unter Schock stand.
00:06:42: Das kann ich nicht anders sagen, vielleicht auch eben genau weil ich keinerlei Vorstellungen hatte wie dieses Leben aussehen könnte was Glück eigentlich jetzt noch sein könnte und das war auf jeden Fall nicht... Ja war natürlich total einschneidend in einem Leben.
00:06:56: Und dann kommen ja diese ganzen Themen wie du bist ja glaube ich dein Leben lang selbstständig gewesen Dein Mann macht, aber das sind dann ja alles so Fragen.
00:07:04: Wie können wir unser Leben organisieren?
00:07:06: Brauchen wir eine Familienberaterin heißt es glaube ich.
00:07:09: Also diese ganzen Sachen die muss man ja auch erst mal wissen wo man Unterstützung bekommt wie man sein ganzes Leben jetzt organisiert und wie auch da das ganze Familienleben in der Bahn gelenkt werden kann dass alle berücksichtigt werden.
00:07:25: Das ist dann für die Erstgeburte-Tochter erstmal eine andere Geschichte dann.
00:07:31: Also da gibt es ja so viele Ebenen, die auf einmal auf euch eingebrasselt sind auch als Familie?
00:07:37: Ja, auf jeden Fall!
00:07:38: Es fing auch wirklich schon mal so Überlegungen an wie müssen wir jetzt aus der Wohnung oder aus der tollen Mietwohnung im zweiten Stock ausziehen weil unser Sohn diese Treppe nie schaffen wird?
00:07:48: bis hin zu genau wo kriegen wir jetzt Hilfe her?
00:07:53: welche Verwandten fangen an uns zu meiden, weil sie selbst völlig überfordert sind?
00:07:59: bis hin zu welcher Kindergarten ist bereit unseren Sohn aufzunehmen.
00:08:03: Also lauter Fragen, Probleme von denen man vorher nicht im Ansatz gedacht hätte dass man sie jemals haben würde.
00:08:12: und das einzige was ich aber auch nochmal sagen wollte war für uns im Nachhinein auch doch toll war, dass wir mal in der Schwangerschaft Ganz abstrakt darüber gesprochen hatten, mein Mann und ich.
00:08:24: Was wir eigentlich machen würden?
00:08:26: Wenn wir ein Kind mit Behinderung bekämen oder wenn wir in der Schwangerschaft gesagt bekämmen unser Kind wird eine Behinderungen haben.
00:08:33: Genau das war die Frage.
00:08:35: Würden wir unser Kind sozusagen für einen Abbruch plädieren oder nicht?
00:08:40: Und dass wir damals beide ganz abstrakt entschieden haben Das schaffen wir.
00:08:45: Wir möchten dieses Kind.
00:08:47: Wer soll das schaffen, wenn nicht wir in unserer privilegierten Situation?
00:08:51: Und über dieses Gespräch war ich im Nachhinein unendlich dankbar.
00:08:55: Weil wir uns immer einig waren und weil wir immer auf Holzköpfen bis heute auch einfach noch zusammen sind.
00:09:01: Das ist ja auch eher eine Rarität bei Eltern von einem Kindbinderung.
00:09:05: Ja, stimmt.
00:09:06: Wenn ich das richtig raushöre... Ihr hattet damit, ihr hattete zwar mal drüber gesprochen aber es war nicht zu erwarten!
00:09:13: Nee, das ist so eine spontane Genutation.
00:09:16: Das ist eigentlich wie ein Down-Syndrom oder so.
00:09:19: Ganz ehrlich weiß ich gar nicht ob die Kinder heute schon nochmal eher identifiziert werden im Mutterleib.
00:09:26: Ich gehe fast davon aus aber damals ... man hätte so einen Vitro, wie sagt man?
00:09:33: Also mit dieser Feindiagnost.
00:09:36: Man hätte das nicht machen können über die übliche Feinddiagnostik mit Nackenfalte sondern eine Uni-Zentur, das ist dann wirklich Wuchtwasser rausgenommen wird und gecheckt wird.
00:09:45: Und das stammte gar nicht zur Debatte, es gab keinerlei Auffälligkeiten.
00:09:50: Ich meinte doch ein bisschen anders im Sinne von ... Es kam sehr überraschend ja?
00:09:55: Und ihr seid ja völlig unvorbereitet in die Situation gekommen.
00:09:59: Ja!
00:09:59: Die hatte eigentlich jetzt wieder einen Anführungszeichen gesund also ein Kind bei Behinderung erwartet.
00:10:06: Genau.
00:10:06: Und dann halt sozusagen rein ins kalte Wasser.
00:10:14: Ja, wobei ich ganz ehrlich sagen würde dieser Moment, wo einem die Ärzte sagen hören sie mal da ist was.
00:10:23: Ich glaube den würden alle Eltern als einen traumatischen Moment schildern.
00:10:27: ob das jetzt in der Schwangerschaft ist oder war auch immer... Bei uns war das interessanterweise ein Moment, den ich als gar nicht so schlimm in der Erinnerung habe.
00:10:36: Weil ich eh schon sicher war, dass was nicht stimmt!
00:10:39: Ich war die erste, die von vornherein gesagt hat also bitte wir haben schon einen Kind ohne Bildung und ich hab hier ein ganz ungutes Gefühl und wurde anderthalb Jahre lang so von allerlei auch ärztlichen Fachpersonal für hysterisch erklärt.
00:10:55: Also für mich war es eher eine Erleichterung aus der Abteilung.
00:10:58: Ich halluciniere nicht und ab jetzt besprechen wir wenigstens von derselben Wahrheit.
00:11:07: Und ab hier können wir jetzt auch gemeinsam gucken, wie wir unseren Sohn fördern oder was jetzt eigentlich passieren muss.
00:11:14: das war für mich dann eigentlich eher ein guter Moment zu wissen ich werde jetzt auch endlich mal ernst genommen hier
00:11:21: und ich glaube es ist dann also ich kann das jetzt natürlich aus dieser Schwangerschafts-Situation heraus beschreiben dass dass ja, was man da ja homotonell so getriggert ist, hochgeputzt ist.
00:11:34: Dass das ohnehin dann auch wenn ein Kind schon auf der Welt ist, man will ja dann das Allerbeste und dann wird man wahrscheinlich auch denken die Ärzte mögen diesen und das prognostizieren.
00:11:46: aber ich werde mal gucken vielleicht kriegen wir es doch anders hin?
00:11:49: Und ihr habt's ja auch anders hin gekriegt ne?
00:11:54: Ja und also nun ist jetzt zweiundzwanzig.
00:11:57: Wir haben da, glaube ich klar, wir auch bestimmt nichts unversucht gelassen.
00:12:01: Aber man muss auch ganz klar sagen und das finde ich auch so ein interessantes Missverständnis, dass er irgendwie jetzt sich so rumgesprochen hat, ah wenn man nur gut genug fördert dann können ganz schwer beeinträchtigte Kinder ganz weit kommen und juhu aber das stimmt ja auch nicht in jedem Fall.
00:12:18: also es hat ja ganz viel damit zu tun was auch eine Grundkonstitution einfach an Fenstern zulässt.
00:12:25: Ich weiß unser Sohn hatte einen Jungen in der Kässe mit einer wirklich auch sehr gravierenden Down-Syndrom ausformen, wenn ich mal sagen darf.
00:12:35: Also die Bandpart ist einfach kolossal groß bei dem Down-syndrom und diese Eltern waren maximal engagiert haben wahnsinnig toll gefördert haben alles möglich gemacht und ihr Sohn war aber blieb trotzdem sehr stark beeinträchtigt und
00:12:48: die
00:12:49: sahen sich dann immer schon wieder konfrontiert Ah, da habt ihr aber wohl nicht richtig gefördert.
00:12:57: Und das ist natürlich ... Deswegen, ich sag immer, wir haben auch in Weitenteilheit der Niklas dann selber einfach wahnsinnig Schwein gehabt!
00:13:05: Also er hat auch einfach zum Beispiel optisch kaum Auffälligkeiten und das ist ja schon so ganz wesentlich Gangbild und wie so ein Kind dann auch angestarrt wird von allen oder nicht?
00:13:20: Punkt zum Beispiel, das kennen wir gar nicht.
00:13:21: Wenn wir mit dem Digglas irgendwo aufkreuzen, dann dauert es eine Weile bis Leute kapieren.
00:13:26: Das ist ein bisschen wunderschön, die junge Mann!
00:13:28: Aber die denken vielleicht zunächst er ist besoffen oder hat irgendwas genommen?
00:13:35: Ja genau...
00:13:42: Da musst du da als Familie aber ordentlich Resilienz lernen.
00:13:46: Und was wir auch wirklich unterschätzt haben war natürlich diese Geschwister können Probleme atecken.
00:13:51: Wir haben immer gedacht, unsere Tochter ist so resilient, die meldet sich wenn was ist.
00:13:57: Die ist so robust und so offen und wir haben es komplett vercheckt.
00:14:03: also der ging es zwischendurch mal richtig nies Und wir haben sie einfach nicht gesehen weil wir so andere Sorgen hatten.
00:14:10: Also da sind wir richtig in die Falle getappt obwohl uns das schon Leute vom Fach auch prophezeit hatten und wir wirklich versucht haben dafür zu sorgen, dass sie nicht ... der Zibi ist.
00:14:21: Der immer aber das kleine Geschwisterhabe puddeln muss, wenn wir mal abends auf den Lackauen wollen oder so.
00:14:26: Wir haben schon wirklich uns großen Mühe gegeben, dass Sie da nicht irgendwie in eine Pflegeposition kamen oder so eine Betreuungsposition oder so und nichtsdestotrotz hatten wir einfach viel weniger Ressourcen und Kapazitäten als es wahrscheinlich andere Eltern haben die eben nicht so ein spezielles Kind haben.
00:14:47: Ja, aber das passiert auch im höheren Alter, guck mal mich hat es dann mit zwanzig erwischt.
00:14:51: meine Schwester war zu dem Zeitpunkt fünfundzwanzig glaube also nach Jugend.
00:14:56: musste sie wegen meiner Verhaltensauffälligkeit schon wahrscheinlich relativ viel zurückstecken ja oder musste sie definitiv und ab dem zeitpunkt mit der Binderung da lag der Fokus meiner Eltern natürlich auf mir Trotz U-twanzig.
00:15:11: Habt ihr
00:15:11: dann noch damals beide zu Hause gewohnt?
00:15:14: Nee, eben nicht.
00:15:14: Sie war zu dem Zeitpunkt, also einem Monat vor meinem Sehverlust ist meine Nichte zur Welt gekommen.
00:15:22: Also sie war zu diesem Zeitpunkt gerade frisch geworden und mutterstillend usw.
00:15:28: Und sofort... Hätte
00:15:29: sich sorgende Großeltern gewünscht!
00:15:31: Na ja die... Also sagen wir mal so der Fokus ist ja klar eigentlich Der Fokus, ich hab dann dem Moment die Schaue stohlen.
00:15:41: Klar,
00:15:41: das steht total gut.
00:15:43: Aber sicher nicht einfach.
00:15:45: Das ist für meine Schwester definitiv nicht einfach hier gewesen und wesentlich... Hat
00:15:51: dir das mal besprechen können?
00:15:54: Natürlich klar!
00:15:55: Also wir sprechen da drüber.
00:15:56: Ist natürlich... Ja es immer schwer... Also klar, es ist Thema, wir sprechen auch darüber.
00:16:06: Am Ende des Tages ist es aber mal so, sind halt Dinge die einfach passiert sind.
00:16:11: und inwieweit da... Also...
00:16:15: Ja man weiß auch nicht so ganz.
00:16:17: Du hast gesagt was hätte denn wie hätte man's denn anders machen können?
00:16:21: Weiß ich auch nicht.
00:16:23: Es ist dann einfach Phase Und wenn Eltern Dann so in Sorge sind um ein Kind Da können sie sich ja auch nicht.
00:16:30: Wir können ja jetzt sich nicht verstellen oder anfangen, ihre Tage gerechter durchzuplanen.
00:16:36: Oder irgendwas ist... Es ist dann einfach gewisserweise...
00:16:39: Aber ich glaube, was du
00:16:41: dir
00:16:41: wirklich ankommst und würde gerne auch, glaube ich mal, stellvertretend für deinen Sohn machen als behinderter Bruder an die nicht-behinderten größeren älteren Schwestern.
00:16:52: Ey, toll das es euch gibt!
00:16:53: Und danke, dass ihr zurückgesteckt habt.
00:16:57: Ja, das stimmt Aber das ist total normal.
00:17:00: Weil du das von so sagtest mit... Sachen, dass Niklas da auch viel Glück gehabt hat und viele ja auch irgendwie so Angebote wahrgenommen haben.
00:17:07: Ob das jetzt unter dem Aspekt Förderung läuft oder einfach nur da, dass er eben immer gut irgendwo betreut war?
00:17:14: Du sagst es mir neulich mal, dass das eben relativ schwer sind, sobald behinderte Kinder dann erwachsen werden.
00:17:20: Dass dann plötzlich ganz viele diese Angebote eben irgendwie so tun als müssten die Leute sich jetzt erwachsen, sie müssen nicht immer sehen wo sie denn jetzt irgendwie klar
00:17:30: kommen.".
00:17:31: Das ist wirklich der Fall.
00:17:33: Ich meine, es hat auch eine gewisse Logik weil natürlich auch ein gewisserweise zu Recht argumentiert wird Frühförderung ist maximal wichtig eben weil so früh auch diese Entwicklungsfans dann noch bald geöffnet sind und weil man da Sachen verpassen kann.
00:17:47: also gerade jetzt darum geht sprechen zu lernen laufen zu lernen.
00:17:52: es gibt eben da diese physiologischen Grenzen.
00:17:56: Und deswegen leuchtet mir das auch total ein, dass so sozialperiatrische Zentren richtig Geld in die Hand nehmen können und auch richtig, richtig Therapien verschreiben können bis es dort hinaus so... Aber du hast völlig recht!
00:18:09: Also gerade wenn es um Inklusion in die Gesellschaft geht, um Angebote, Theater, Sport
00:18:15: usw.,
00:18:16: da wird das echt mit zunehmendem Alter immer schwieriger.
00:18:19: Das ist mein Eindruck.
00:18:20: Und da findet dann auch wieder eine immer stärkere Ähm, ja... Also das spült immer wie starker dann wirklich wieder doch diese Aufteilung statt dass man Menschen mit Beeinträchtigung im Grunde nicht vorfindet.
00:18:34: Im Sportverein in der Disco
00:18:36: oder im Club!
00:18:37: Oder
00:18:38: ähm Ja wenn
00:18:40: dann mit den Eltern vielleicht irgendwo also auch so inklusiv reisen während für unseren jetzt ein Knaller, ja?
00:18:47: Gibt es Jugendliche bei Erwachsenen.
00:18:51: Ich finde, das Problem ist ja da immer, dass eigentlich von unserer Gesellschaft dann irgendwo aus struktureller oder institutioneller Sicht gesagt wird.
00:19:01: Da wird das Problem wieder auf die private Ebene zurückgefunden.
00:19:04: Am Anfang haben wir schon Situationen, die sich kümmern und auch Vorschläge.
00:19:08: Und irgendwann wird es wieder ins Private zurückgekickt.
00:19:11: Also dann ist eben Krankheit, Behinderung, einfach alles privat.
00:19:15: Das bedeutet im Endeffekt – und das merke ich ja auch wenn ich draußen bin dass es einfach Dinge gibt, die ich nicht mehr alleine kann.
00:19:22: Ich finde das ja immer schön wenn man eine Freundin oder ein Freund dabei sein muss.
00:19:25: aber es sollte ja eigentlich schon auch möglich sein wie du eben so richtig sagst reisend ist für mich jedes mal so'n Bauchschmerz-Thema des Trennecke.
00:19:32: okay wen mit wem könnten wir und wie könnte das ohne... Kann man da
00:19:38: auch
00:19:38: baden?
00:19:38: Ohne dass man sich... Also es ist irgendwo immer alles kompliziert Und das ist ja schon eigentlich extrem schade weil ich ja auch immer denke Es gibt ja auch genug Menschen, die durchaus auch die Möglichkeit hätten diese Dinge zu erleben.
00:19:55: Und dann werden diese Möglichkeiten nicht erlaubt oder nicht gestattet und da steht ja so ein Kreislauf als wenn hinter dem Menschen das nicht wert ist, dass sie ihr Geld hier mal über eine Reise lassen oder hier einkaufen gehen in dieser Diskothek oder sowas.
00:20:10: Total!
00:20:11: Ich
00:20:14: weiß nicht... Karsten Benjamin, bist du das waren?
00:20:17: Ich überlege, also bei mir versucht sich gerade im Kopf so ein bisschen zu sortieren.
00:20:22: Ich glaube gemäß hier sind normalen Lebensweges, also normal besonders in große Schrieben ja Kinder ohne Behinderung kriegen ja auch sozusagen Kindergartenschule Förderungen bis es dann losgeht mit dem Berufsleben der Weg in die Eigenständigkeit Sorge für dich selbst und da sägst du eine gewisse Parallele drin.
00:20:44: Ich glaube, dass es da Inseln gibt wie die Selbsthilfe und so.
00:20:47: Die versuchen dann über diesen Weg ab dieser Phase der normalen Förderung wo er sozusagen gesellschaftlich anerkannt ist.
00:20:55: bis dahin müssen wir fördern.
00:20:58: Da was zu brücken... Und da muss man glaube ich aber auch viel suchen und je spezieller die Bedürfnisse sind, desto schwieriger wird's.
00:21:07: Was aus meiner Arbeit jetzt gerade sehe im Alter wirds wieder mehr weil mehr Leute behindert werden.
00:21:14: Ja,
00:21:15: da ist was dran.
00:21:16: Also die Anhebote für ältere Menschen werden immer besser... also Beispiel im Schloss Charlottenburg gibt es mittlerweile eine wunderbare Führung für Menschen mit Demenz.
00:21:31: Ach!
00:21:33: Ganz, ganz toll.
00:21:34: Ja also wirklich da wird entwickelt sich gerade viel mehr aber natürlich auch und geht genauso wie du sagst.
00:21:45: Durch den demografischen Wandel werden alte Menschen immer sichtbarer.
00:21:53: Bei
00:21:55: uns gibt es auch keine einzige Oma mehr.
00:21:58: Genau,
00:21:59: unsere Gesamtgeschichte
00:21:59: aber... Ich schaue mal, das ist wirklich eine Rarität.
00:22:03: Genau und gesamtgesellschaftlich ist es aber so, guck mal die Rechnen in den nächsten Jahren mit wenn jetzt die Boomer Generation usw.
00:22:13: nie Pflege geht was zum Beispiel Menschen mit Demenz damit beschäftigt mich aktuell viel.
00:22:19: Die Zahlen werden so hochgehen dass sie zu einer relevanten Bevölkerungsgruppe wird.
00:22:24: Oh krass, ich muss noch mal ganz naiv fragen was machst du gerade beruflich?
00:22:29: Ich mache ja sozusagen Organisations- und Personalentwicklung.
00:22:34: Und bin aktuell viel im Pflegebereich unterwegs und mach da zum Beispiel Schulungen zur Kompetenz in Umgang mit Demenz.
00:22:45: Das mache ich in Kooperationen mit der AUK und den Maltesern und dann bin ich immer zwei Tage wie z.B.
00:22:50: gestern hier in Berlin Und sitzt dort mit Leuten aus der Pflege zusammen.
00:22:56: Das ist halt wirklich ganz bunt vom gestern war Küchenleiter, Pflegefachkräfte bis hin zu Alltagsbetreuern da so Gruppe von zehn bis fünfzehn Leuten.
00:23:07: und dann arbeiten wir zwei Tage lang an Situationen, an Themenbegegnungen mit Menschen mit Demenz um die zu verstehen also Grundlagen zum Beispiel und so weiter und sofort Fallkonstellationen und so weiter.
00:23:26: Und woher habt ihr eure Expertise?
00:23:28: Also, ihr ladet euch dann auch Leute ein die euch wiederum wahrscheinlich ins Bild setzen.
00:23:33: ne denn das kannst du ja wahrscheinlich nicht alles aus deinem reichen Innenleben heraus sondern da tut sich ja wissenschaftlich sicher viel und ich bin da selber auch sehr stark interessiert weil ich ja da jetzt auch gerade mit der Verwandtschaft so meinen Kratzen habe, da befinde ich mich natürlich auch in bester Gesellschaft.
00:23:49: Das ist ja wo man hinguckt.
00:23:50: das Thema war der ne?
00:23:52: Ja, bei mir ist es so... Ich bin selber Angehörige eines Menschen mit Demenz.
00:23:56: Also wenn du so möchtest, also du bist ja auch letztendlich pflegende Angehöhriger, pflegende Mutter mehr oder minder jetzt noch bekommt darauf an wie eigenständig das ist und Ecke bin bindeter pflebender Angehöhriger.
00:24:21: Das klingt hochinteressant und wenn du das da schilderst von diesen Führung bis Schloss Schadenburg, das war mir nicht klar.
00:24:29: Ich
00:24:30: meine, das bietet dir auch den Grund zur Hoffnung dass ich hoffe ja immer dass diese Vehikel wie jetzt zum Beispiel eine stärk alternde Gesellschaft oder eben auch dieser Fokus auf Neurodivergenz, dass das so ein bisschen wie Gikel ist.
00:24:45: Auf dem dann dieses ganze behinderten Bewegungsteil auch ein bisschen mit schwimmen kann.
00:24:50: Weil am Ende wird die Gruppe wirklich signifikant größer und dann ist jede Dienstleistung, jede kommerzielle Einrichtungen sind ja eigentlich blöd, wenn sie darauf nicht Rücksicht nehmen.
00:25:03: Weil Sie total hassen ja wirklich eine riesen Zielbrücke.
00:25:06: und das ist immer das wo ich mal denke dass das muss doch irgendwo
00:25:08: auch
00:25:09: klar werden, dass nicht alle nur aus zwanzigjährigen Entwicklern bestehen die irgendwie keine Ahnung Sachen für eben Mini-Ziergruppe machen, die kein Geld hat.
00:25:20: Ich habe bloß leider die Befürchtung das hat dann genauso läuft wie bei der schulischen Inklusion.
00:25:26: Also, da wart ja auch so die Kerngruppe.
00:25:28: Die Zielgruppe waren Kinder mit Behinderung und mittlerweile ist dieser Behindungsbegriff so groß geworden.
00:25:38: Da kamen dann noch die Neurodivergänz dazu
00:25:40: usw.,
00:25:41: alle super.
00:25:43: Aber dadurch wird aus dem Bildungsbereich höhere Rutschen halt die Gruppen mit einem sehr hohen Unterstützungsbedarf also Mehrfachbehinderung oder sehr starker Einschränkung natürlich hinten raus aus dem Fokus.
00:25:58: Ja, genau.
00:25:58: Also bei uns an der Schule ist es zum Beispiel so, dass die einfach sagen für sie ist Inklusion nur ein Euro-Divergenz was anderes.
00:26:05: Wow!
00:26:07: Okay?
00:26:07: Ich weiß nicht ob das jetzt wirklich...ein blinn oder seheingeschränktes Kind abwiedern würden.
00:26:17: aber rein baulig ist es jetzt.
00:26:19: für alle gebehinderten Kinder wäre es jetzt nicht möglich Und die machen sich das da auch einfach dann.
00:26:26: Genau, diese Befürchtung habe ich halt natürlich auch.
00:26:30: wenn sozusagen also wenn alles auf einmal behindert ist was braucht eigentlich noch Unterstützung?
00:26:39: Da geht es ja schon klar.
00:26:42: Definition und auch.
00:26:43: Ja, aber die ist halt auch sehr weit und breit.
00:26:46: Also wenn du mal guckst, wie sagt es?
00:26:50: Kein Bashing überhaupt nicht, ich finde jeder der seinen Unterstützungsbedarf in eine Beeintrichtung hat sollte durch Anerkant bekommen.
00:26:59: Aber so was wie ADHS ist ja erst seit der Diagnostizierung so alt ist das noch nicht als wirkliche Beeinträchtigung auch anerkannt.
00:27:08: Ist da was ich meine?
00:27:09: jetzt ohne diesen ADHS-Ding rumreiten zu wollen, ganz im Gegenteil sogar.
00:27:14: Aber da kommt dann eine neue Form von Behinderung dazu.
00:27:17: Ja?
00:27:19: Ich habe noch mal eine ganz andere Frage.
00:27:20: weil du vorhin so einen Nebensatz sagtest dass du schon als Jugendjahr als Schüler für deinen Schwester sicher eine große Herausforderung warst, weil sich so viel Energie mehr auf den Tag... Warum was warst du denn für ein Kandidat als Kind, als Schüler?
00:27:36: Warst du an adhsler?
00:27:37: Ähm,
00:27:38: na, das gab's ja zu der Zeit noch nicht.
00:27:40: Also ich war in den achtzehnten ... Wolltest
00:27:41: du im Nachklapp sagen?
00:27:43: Das war es vielleicht?
00:27:45: Meine liebe Frau Mutter, die ja... also ich bin ja das Kind zweier Pädagogen.
00:27:51: Ach,
00:27:52: das sind die Schlimmes.
00:27:53: Das erklärt schon mal viel!
00:27:55: Nee und meine Mutter ist Kleinkindpädagogin und hat auch in den neunzehren zum Beispiel in Integrations-Kitas, hat sie geleitet Und die hat irgendwann zu mir Sarkassen, damals in den Achtzehren, wenn es das schon gegeben hätte, wärst du mit hoher Wahrscheinlichkeit ein ADHS-Kind gewesen.
00:28:16: Hättest einen E-Status
00:28:17: gekriegt?
00:28:17: Ich hätte ein E-Sstatus oder ein ... Ja genau!
00:28:20: Aber hat sich das verwachsen oder wirst du nicht... Nee,
00:28:23: nee, nee.
00:28:23: ADHS
00:28:24: für Erwachsene ist doch auch nach wie vor so großes Thema.
00:28:28: Also mein Gemahl hat sich da gerade zum Beispiel mal ordentlich bei der Charité auch seine Diagnose eingesammelt und ich glaube, ich hatte ihn wirklich auch durchaus was gebracht.
00:28:40: So diese Selbsterkennung ist aber da.
00:28:42: in der Hinsicht bist du jetzt nicht mehr auf der Suche oder denkst das ist eine Spur, die du mal nachgehen solltest?
00:28:48: Da würde ich gerne nochmal meine Mutter zitieren wollen.
00:28:57: Die Grüße gehen raus!
00:29:01: Die, so eine gewisse Zeit nach meiner Erblindung dem Unfall und der Erblinnung zu mir sagte, wie sagt man muss die Gesamtumstände würdigen.
00:29:11: Ja wir waren da alle in der Traumatisierung usw.
00:29:13: und sofort.
00:29:14: Die dazu mir sagte Mr.
00:29:16: Carsten vor dem Unfalls habe ich mich immer gefragt wo du als Persönlichkeit in dieser Gesellschaft deinen Platz finden wirst.
00:29:25: jetzt nach dem was Du erlebt hast und die Binderung die Du hast Seht, dass die Persönlichkeit, die du hast, das Beste ist was dir mit der Behinderung passieren kann.
00:29:39: Das ist wunderschön.
00:29:40: aber warum?
00:29:42: Warum?
00:29:43: weil ich immer ein starker Charakter war.
00:29:46: Immer sozusagen um Gerechtigkeit meinen Willen durchgesetzt habe nicht abgewichen bin je kämpft habe weißt du meine Also mir immer, dass für Dittal sehr stark einig standen bin schon als Kind was ich innerlich vertreten habe.
00:30:06: Also nicht korrumpierbar kein Streber der irgendwie nur nach irgendjemandem das Willen sich so benimmt sondern wirklich im Grunde einen Dickhopf der aber dann wenn er seinen Weg weiß und den Weg will Den auch geht.
00:30:23: vielleicht so?
00:30:25: Genau und halt auch.
00:30:26: wie gesagt, ich glaube, ich habe sehr lange für mich gebraucht... ...mich selbst zu verstehen als Kind.
00:30:37: Ich glaube da war so viel los in meinem Kopf.
00:30:39: Ich glaub das ich schon sehr früh sehr viel verstanden hatte oder verstanden habe aber bebraucht habe also nicht mit diesen ganzen vielen Gedanken mit der Komplexität, mit den Gefühlen umzugehen.
00:30:54: Weißt du was?
00:30:55: Also eigentlich in einer permanenten Überforderung war und deshalb zum Beispiel viel Scheiße gebaut habe, mich viel prügelt habe immer so ein Energieüberschuss, wenn ich dann irgendwann im Sport rauslassen konnte lange gebraucht habe um mich als Maschine insgesamt zu verstehen und mit mir selber in den Frieden, also mich selbst auch bedienen zu lernen wenn du willst Wartig meine.
00:31:25: Ja verstehe
00:31:29: ich.
00:31:30: Da wäre hier gerade die Rollen umtauschen und die Gehsache schon wieder die ganzen Fragen stehen.
00:31:34: Weil ich koche so viele Fragen!
00:31:36: Wo nicht einfach gerade dieses Geschwisterkind Thema so interessant war bei der Gegend halt... Ein, dass ich auch so wenig von euch weiß.
00:31:44: Aber ja!
00:31:44: Ich bin das passende Visite-Ohr.
00:31:46: Das ist
00:31:46: schon... Aber mich würde zum Beispiel mal interessieren wie es für dich oder auch für euch war.
00:31:51: Also einerseits läuft das ja wahrscheinlich die ganze Zeit mit aber andererseits wünschst du dir wahrscheinlich ja auch für deine berufliche Karriere, dass du einfach mal ganz normal dein Job nachgehen kannst.
00:32:02: und das ist ja nun bei Journalismus auch nicht so ein nine to five job wo man irgendwie total Rücksichtsvor, das ist ja unter anderem auch mal ein Heilfischbecken.
00:32:15: Also wie hat sich das für dich so organisiert?
00:32:17: Wie konntest du das organisieren?
00:32:19: Also bei mir ist es so bei uns dass ich einerseits immer frei beruflich war und mein Beiboot, meinen Gemahl also doch ziemlich guterin war dann wenn's richtig hart auf hart kam zu übernehmen.
00:32:36: Der hatte dann zum Beispiel als Jannik Lask klein war und wir ganz fies so eine Physiotherapie machen mussten, Wäuter.
00:32:43: Das ist so eine ... ja, Physiotherapietechnik wo das Kind also dreimal am Tag turnen musste und das furchtbar anstrengend ist für kleine Bibis und die deswegen schrecklich weinen
00:32:52: usw.,
00:32:52: das konnte ich aber nicht.
00:32:53: und da in der Zeit hat z.B.
00:32:55: Philipp mal wirklich ein halbes Jahr lang Auszeit genommen und den Job übernommen und ich durfte wieder arbeiten weil ich sonst auch einfach glaube ich, die Wende hochgegangen wäre.
00:33:05: Und jetzt ist es so dass Niklas seit zweieinhalb Jahren ausgezogen ist und ich ein zweites Leben angefangen habe und wieder so richtig reinhauen kann und das so genieße, dass ich einfach wieder richtig loslegen kann und jetzt erst merke
00:33:22: wie
00:33:22: viel ich davor habe leisten müssen Wie zerstreut ich war, wie wenig Zeit ich hatte.
00:33:29: Ich mache wirklich viel rund um Bücher und Literatur.
00:33:32: Ich hab dann nachts völlig fertig auf dem Sofa meine Bücher noch angefangen zu lesen.
00:33:37: Und bin echt ... Ich weiß nicht, wie oft über diesen Lesen weggependet und so.
00:33:41: Und ich habe jetzt so viel Energie und Kraft und Ressourcen.
00:33:47: Es ist schon spektakulär!
00:33:50: Also es ist ein zweiter beruflicher Neuanfang.
00:33:56: Aber viel zu schwer loszulassen?
00:33:58: Ähm,
00:34:00: ehrlich gesagt gar nicht.
00:34:01: Weil es dem Niklas von Anfang an da so gut gefallen hat und weil wir uns jedes zweite Wochenende sehen und Niklas spielt ja ... Also hat bei Rambar Zamba beim Jugend-Ensemble Theater gespielt.
00:34:11: das hat sich gerade leider aufgelöst dieses Ensemble auch da... Es hat ziemlich aufgelösst.
00:34:16: aber Niklas ist zu alt wenn's einfach!
00:34:19: Auch da wieder ähm und Da war er bis vor kurzem immer noch einmal in der Woche bei uns und hat auch ganz übernachtet.
00:34:26: Und dadurch fahren wir uns irgendwie auf eine gewisse Weise, immer total nahe oder sind uns auch immer noch nahe.
00:34:31: Er kommt jedes zweite, dritte Wochenende... ...und er mag einfach schrecklich gern da wo er jetzt wohnt seine Kumpels, seine Arbeit Es bekommt ihm hervorragend und deswegen habe ich keine Sekunde da irgendwie zu Herzschmerz verspürt.
00:34:48: Richtig schlecht wird das immer sofort in dem Moment wo ich den Eindruck hab Er ist nicht happy.
00:34:53: Dann ... dann ist es sofort da, dann ist sofort dieses Gefühl.
00:34:57: oder jetzt fahren wir am Montag, weil ich für mehrere Wochen richtig weit weg, nämlich unsere Tochter besuchten in Tanzania und da nehmen wir ihn nicht mit unter anderem, weil er auch keinen Urlaub mehr hat aber natürlich, weil's auch ein Mörder anstrengend wäre Und da hab' ich zum Beispiel jetzt auch ein ultra schlechtes Gerissen Wirklich?
00:35:16: Weil ich weiß das würde ihm theoretisch gut gefallen.
00:35:19: Also, er wäre da schrecklich gern dabei.
00:35:21: Und das sind so Momente auf.
00:35:23: Da merke ich schon,
00:35:25: äh ... Das könntet ihr ja auch dann noch mal mit ihm ... Was du tröste
00:35:30: ich mich auch?
00:35:31: Wenn ich das richtig verstehe, ist es nicht nur Pleasure oder so
00:35:35: eine Art Workstation
00:35:36: für dich.
00:35:37: Ich
00:35:37: frage dir drei Wochen aufs Lustreise und drei Wochen würde ich gerne arbeiten von dort.
00:35:41: Ja!
00:35:41: Und
00:35:42: hast Du da ein bestimmtes Thema was Du denn dir dafür vorgenommen hast?
00:35:46: Also ehrlich gesagt, Inklusion als subkutanes Thema habe ich natürlich immer im Blick und ich glaube so trostlos das klingt dass wo wir nach Tanzania fahren ist bestimmt auch ein Ort wo ich oft schlucken werde weil so sehr man auch unser System und alles was hier nicht funktioniert motzen kann.
00:36:04: Im direkten Vergleich mit solchen Gegenden ist es glaube ich immer noch doch sehr viel was passiert.
00:36:14: Ja, also das ist auf jeden Fall ein Thema darüber.
00:36:16: Weiß ich noch nicht ob ich da auch was fürs Radio machen kann aber ich werde auf jeden fall ja eine reise Reportage machen.
00:36:22: Ich werde einen Theaterfestival besuchen Ich werde auf jedem Fall mehrere Porträts machen.
00:36:29: Ich werde auch ein Kind porträtieren und so weiter.
00:36:32: Also ich habe so kleinteilige Aufträge und Ideen Und werde mich aber auch glücklicherweise von vielen Dingen so anspringen lassen können Die ich dann eigentlich erst vor Ort glaube ich final festzuren werde.
00:36:46: Und läuft das generell auch so dass du da die Freiheit hast, du sagst oh das klingt jetzt wirklich interessant und dann fliegst du das im Sender vor?
00:36:54: Ja diese glückliche Situation habe ich im Moment aber das liegt daran dass sie es so selten... Verreise und solche feisten, super Exotikturen.
00:37:05: So besonders sind das im Moment mir auch alle noch alles abnehmen so aus der Abteilung.
00:37:10: Aha!
00:37:10: Sie fällt auch mal weg.
00:37:11: aber wenn ich jetzt die ganze Zeit nur auf Weltreise wäre dann würden wahrscheinlich alle nach der zweiten Reise auch absinken und sagen Lass mal wir haben da unsere Korrespondenten die können das auch vor.
00:37:22: Ich weiß es nicht Aber im Moment ist es tatsächlich so Halt ihr wahrscheinlich
00:37:25: auch schon etwas mit zu tun, dass du sagst, du hast jetzt mehr Zeit und gehst vielleicht dann so richtig voll in.
00:37:31: Und kannst dann jetzt einfach noch mehr Reportage machen, wo du wirklich sind.
00:37:36: Das
00:37:36: ist der Fall!
00:37:38: Es macht mir einfach irre viel Spaß und das nag ich auch.
00:37:41: Aber du musst es ja auch lange darauf verzichten, weil pflegende Anigiri zu sein, pflegende Mutter zu sein... Du bist ja örtlich extrem gebunden.
00:37:49: Ja, also wir haben echt lange, glaube ich beide sehr zurückgesteckt.
00:37:53: Eigentlich alle unsere Tochter natürlich auch aber Ich muss auch sagen dass sich immer die Arbeit parallel ja doch schon von sehr klein an.
00:38:03: Also Stanley Klaas war schon sehr klein, der angefangen habe zu arbeiten und das ist für mich immer auch ein total wertvoller Ausgleich war Und ich auch diese Kolleginnen und Kollegen das überhaupt mal aus dem Haus kommen Wirklich empfunden habe, wie Urlaub.
00:38:17: Also Arbeit war für mich Urlaub!
00:38:22: Warum habe ich gerade die Stimme von Friedrich Merz im Kopf?
00:38:28: Da wirst du's Gäser von wegen geheilt im Alter
00:38:32: heilen.
00:38:33: Ja, nee, nee.
00:38:34: Ich mach das zurück.
00:38:35: Aber vom Fakt her würde gerne wirklich noch mal ein Spotlight drauflegen.
00:38:39: Also, weil ich seht auch zum Beispiel bei meiner Mutter und bei vielen Pflegenangehörigen hatte jetzt in Lübben irgendwann eine Schulung.
00:38:47: Und dann sprach mich so ne ganz nette Frau, ich weiß gar nicht mehr woher sie kam aber pflege und sie kam aus dem Ausland.
00:38:55: Sie erzählte mir die Geschichte dass ihr mit ihrer schwerst behinderten Tochter geflüchtet ist Ja, und sie jetzt parallel pflegt und als Pflegekraft da in dieser Einrichtung arbeitet.
00:39:07: Und wie sehr sie sich freut dass sie arbeiten kann weil dann die Wisset-Unterstützungssystem noch da ist.
00:39:15: ja die Tochter ist um die zwei achtzehn rum glaube ich wenn es richtig verstanden habe.
00:39:20: Dann haben wir uns auch drüber unterhalten.
00:39:25: was passiert dann wenn sie zu alt wird um ihre Tochter zu pflegen?
00:39:32: Die sind loslassen und da standen hier gleich die Tränen in den Augen.
00:39:35: Und sie erzählte so wunderbare Geschichten, also über ihre Tochter, die scheint auch sozusagen eine Lernbeeintrichtung, Geistüber-Eintrechtigung zu haben, also auch mehrfach behindert.
00:39:48: Da habe ich auch so gedacht Mann, Hut ab!
00:39:51: Arbeit und Flucht usw.
00:39:53: Parallel, du arbeitest im Privatleben in der... Also du pflegst, du musst diese permanente Doppelrolle der liebenden Mutter und der Pflegekraft so muss man es auch einfach mal ganz klar definieren.
00:40:05: Musst du stemmen?
00:40:06: Und dann hast du noch einen Arbeitsleben parallel zu leisten.
00:40:11: ja also wie krass ist das eigentlich.
00:40:15: Und dann kommt eben ja häufig noch das dazu, was ich ja auch vorhin schon so angedeutet habe wie viele Paare sich aber auch über dieser Belastung dann auch noch trennen.
00:40:23: Und wo dann mitunter eine Person mit einer solchen Doppelbelastung auch noch wirklich emotional alleine ist und in seiner Sorge oft sind es ja doch die Mütter alle Handel sind.
00:40:35: wir hatten ja auch also ne junge superfitte Ukrainerinnen aufgenommen als das da los ging mit dem Überfall auf die Ukraine Die mit einem geschwerst autistischen Sohn alleine sich auf die Flucht gemacht hat und den Mann später nachholen wollte.
00:40:51: Und dass diese Frau, was sie an Kraft auch gewandt hat... Also die habe ich so bewundert und fand die so legendär und das ist insofern wirklich eine schöne Geschichte weil die ausging wie ein Märchen.
00:41:06: Das war die Alina, die sich dann nämlich weiterbeworben hat für so eine Art Ja, das war so ein Patenprogramm in den USA und sie wollte eigentlich immer in die USA.
00:41:16: Und tatsächlich waren wir dann nur im Grunde eine Durchgangstation weil sie dann weiter konnte zu einer Familie in die Nähe von New York, die wirklich... Das waren zwei Rentner, die jetzt im Ruhestand waren Also absoluter Autismus-Expertin, die auf ihrem Lebensabend noch mal eine große Aufgabe übernehmen wollte.
00:41:38: und der kleine Junge ist da zum allerersten Mal wirklich genau so gefördert worden wie es für ihn richtig und gut war.
00:41:46: Und er hat sich so sagenhaft gut entwickelt und kann jetzt auch schon viel besser Englisch als er jemals seine Muttersprache konnte.
00:41:54: und zwar ist das wirklich echt ein richtiges Märchen!
00:41:57: Wenn jetzt nicht unser Donut weiter durchdreht und Leute wie Alina und ihren Sohn rauskickt irgendwann natürlich.
00:42:03: Das ist die nächste Sorge.
00:42:07: Ja, ja.
00:42:08: Aber genau also das... Und die Alina wiederum war auch eben alleine hatte diesen krassen, der hat noch parallel studiert, Fernstudium, hatte den Sohn, den sie keine Sekunde unbeobachtet lassen konnte Und die hat da wirklich überall Menschliches vollbracht.
00:42:22: und wie viele dieser Personen es in unserer Gesellschaft gibt, ohne dass wir sie sehen.
00:42:27: Ohne dass wir von ihnen wissen... Was das sind.
00:42:31: Das ist dann ins private abgeschoben wird?
00:42:33: Ja, also das
00:42:35: war ein kurzer Punkt ja.
00:42:38: Also man redet jetzt gerade immer über bezieht sich eher auf die älteren Menschen Die Pflege, ja die Überlastung der Pflege.
00:42:46: Man muss sich mal eine Sache vor Augen führen Über achtzig Prozent aller älteren Menschen, die pflegebedürftig sind werden zuhause gepflegt und nicht in Pflegeeinrichtung.
00:42:56: Ist das tatsächlich immer so?
00:42:57: Das ist
00:42:58: tatsächlich
00:42:59: immer noch so, weil das gesamte System auf die häustliche Pflege ausgerichtet
00:43:04: ist.
00:43:04: Ja und du kannst
00:43:05: nur die Einrichtungen hier in Berlin zum Beispiel auch gar nicht leisten, dass sie für Preise aufhilfen.
00:43:09: Na ja, da kommt der Ohr hinzu, die große Diskussion über Bürgergeld.
00:43:15: Der viel größere Topf von ihm wird immer übersehen – es sind die sogenannte Hilfe zur Pflege!
00:43:20: ist die soziale Unterstützung der Pflegekassen im Endeffekt, weil man von keiner Rente dieser Welt als normalen Durchschnittsbürger die Pflege kosten bezahlen kann.
00:43:32: Die Pflegeversicherung ist nämlich nur eine Teil-Kasko-Versicherung.
00:43:36: Das ist keine Vollkasko und die Diskrepanzung
00:43:40: wird mir verentrittelt.
00:43:42: Nichtsdestotrotz finde ich auch einfach irgendwie diese Zahlen so hin auch wirklich nochmal verblüffend, obwohl ja das passt doch auch zusammen da... Ich überlege gerade haben so viele Menschen überhaupt auch Angehörige, die sich kümmern?
00:43:54: oder ist darin enthalten.
00:43:56: Auch die Omi, die ganz allein ist und dann kommt einmal am Tagessen auf Rädern vorbei?
00:44:02: Oder heißt das, dass da diesen Achtzig Prozent, das es da aber auch angehörige Pflegende
00:44:07: gibt?
00:44:08: Und ich glaube,
00:44:09: dass dort die Schwarzzeilen von... Menschen, die beschäftigt werden.
00:44:14: Entweder schwarz oder auf dem Neatop-Basis sind da auch mit...
00:44:16: Ja
00:44:17: ja, wie gesagt, dafür brauchst du aber ganz klar die Wohnung.
00:44:21: Also muss man auch mal dazusagen.
00:44:25: Damit eine vierundzwanzig Stundenpflege kauft, ob er zu einem legal oder nicht legal beschäftigt überhaupt da sein kann, brauchst so für den Schlafzimmer.
00:44:33: Aber es gibt ja auch so Mischgeschichten ne?
00:44:35: Das ist nur ein Tag
00:44:37: über einen Tag.
00:44:38: Aber am Ende des Tages bleibt diese riesen Diskrepanz das in Berlin zum Beispiel für eine stationäre Pflege irgendwas zwischen dreieinhalb und sechseinhalb tausend Euro bezahlst.
00:44:48: So, der Durchschnittsdeutsche hat glaube ich so um die eintausend achthundert Euro Rente zum Beispiel.
00:44:57: Wie viel?
00:44:57: Eintausende?
00:44:59: Ja ja, glaube so ungefähr lag das.
00:45:01: Ähm, nee gibt's ja noch weniger.
00:45:03: Muss ich nochmal nachgucken?
00:45:04: Entschuldigung, nagel mich nicht darauf fest, wie es aber wie die ein- tausend achthundert in meinen Kopf kommen.
00:45:09: Das ist nämlich etwa die Pflegekasse bei pflegegrad vier von fünf zahlt.
00:45:15: Also wer rechnen kann, ist klar am Vorteil.
00:45:18: Ja also ihr habt einen, ihr habt eine Pflege platzt der kostet sagen mal fünftausend Euro.
00:45:22: das ist ein völlig normaler Preis im Monat Und mit dem gegenübersteht meine Rente von ca.
00:45:29: €, plus noch mal €, von einer Pflegekasse.
00:45:35: Ihr könnt euch vorstellen die €, die da noch dazwischen liegen wenn ich mich jetzt nicht verrechnet habe?
00:45:42: Mich hast du verloren vor.
00:45:44: Ich
00:45:44: habe auch schon den Verloren, weil ich bezahle... Ja
00:45:47: alles klar also zu meinten.
00:45:49: Da hab ich Euro die da gännt an der Stelle.
00:45:52: Nein nein das sind drei tausend dreieinhalb Euro, also es ist ein Tausend siebenhundert Euro unterführt.
00:45:56: meiner Meinung nach okay und die zahl.. Das ist dann Hilfe zur Pflege, dann rutschen die Leute in die Sozialhilfe damit die eine Pflegeeinrichtung bezahlt werden kann.
00:46:07: Kann ich an dieser Stelle, ich meine ich gebe zu ihr springen etwas aber noch eine krasse Geschichte anführen.
00:46:14: Hier hat mir neulich ein Bekannter erzählt, der ganz viele Rettungswagen-Einsätze fährt in Berlin und dem wollte ich wissen wie der psychologisch betreut wird und wie er das eigentlich alles so verpackt bekommt was er da alles erleben muss usw.
00:46:28: Er meinte dass mit Abstand traurigste für ihn sei diese ganzen komplett verwahrlosen alleingelassenen Alten die wir hier haben Wie viele Wohnungen die aufbrechen mit fünfzig Kanarien, Vögeln, siebzehn Katzen vollkommen ver- direkt vermüllt.
00:46:45: Mit alten Menschen, die schon lange keine Hilfe mehr haben überhaupt anfordern können weil ja sie so gebrechlich vielleicht dement wie auch immer waren und er behauptete dass es im Grunde seiner Erfahrung nach in jedem Berliner Mietshaus mindestens eine Sonnepartei gäbe und das ist auch da die zahlen so haarsträubend während von durch den haushalten, von denen wir alle auch gar nichts wissen.
00:47:09: Das war nicht wahr?
00:47:09: So uaaah!
00:47:11: Gut überrascht die Mann.
00:47:12: Was du sagst, dass das in diese achtzig Prozent geht natürlich rein... Die Familie, die vielleicht einmal die Woche nach dem Rest sieht oder einmal am Tag anruft hat haste deine Medikamente genommen, haste getunkelt.
00:47:23: Genau.
00:47:24: Also
00:47:25: mit dir aber in der Statistik Uftauchen ihr Lieben.
00:47:27: und jetzt geht es darum mal Frage an dich Kann es sein, dass auch du Verwaltung und Bürokratie richtig laden musstest durch dein Kind?
00:47:38: Ich kann sie bis heute nicht.
00:47:39: Ich bin wirklich komplett aufgeschmissen!
00:47:42: Ich bin auch inzwischen pflegende einer dementen Mutter.
00:47:45: Ey ich meine...ich bin ja auch so eine Kandidatin.
00:47:48: Ich mein das so halb ernst mit dem wenn's um Zahlen geht Neurodivergent und so.
00:47:52: aber Steuererklärung Das treibt mich wirklich im Tiefst zur Verzweiflung Und wenn ich das dann noch jetzt für andere machen muss ey Hoffnungslos.
00:48:00: Und da muss ich aber auch sagen, es gibt ja angehtlich jetzt auch diese Leuchttürme und diese Pflegeberatung in Berlin.
00:48:08: Diese Pflegeberatungen
00:48:09: stürzen nicht mehr?
00:48:11: Ja, war
00:48:11: ich auch nie.
00:48:12: Lieben die im Corusta raus, die machen echt gute Arbeit... Genau!
00:48:15: Ich meine das bin auch selber schuld.
00:48:17: Man müsste wahrscheinlich einfach mal hingehen, dass Probleme
00:48:19: angehen.
00:48:20: Ich hab Vogelstrauß-Taktik.
00:48:22: Das kann ich nachvollziehen.
00:48:24: Aber noch einmal der Punkt auf den ich raus wollte ist der.
00:48:28: Denkt ihr denn, wenn ihr alleine seid alt und zu Hause lebt, denkt ihr wirklich, ihr stellt einen Antrag auf Legegrad?
00:48:35: Nein.
00:48:37: Also die taugt immer in der Statistik gar nicht auf weil... Herr Frauthen,
00:48:40: sehr warm!
00:48:41: ...die für den Antrag gestellt wird.
00:48:47: Da wird es dann halt problematisch.
00:48:49: Und da gibt's aber ein paar schöne Projekte hier in Berlin, zum Beispiel demenzfreundliches Lichtenberg ist total toll ganz tolles Netzwerk und Nachbarschaftshilfe von den Maltesern zb.
00:49:06: auch super Berliner Hausbesuche, genau für die Personen.
00:49:10: Ich mache jetzt kurz mal ein bisschen Werbung gemerktet.
00:49:12: Aber Berliner Hausesuche ist zum Beispiel genau das worum es geht.
00:49:16: Die suchen ältere Menschen zu Hause auf und orientieren die in Bezug auf wo gibt's gesellschaftliche Teilhabe für die?
00:49:27: Wo finden sie bestimmte Anträge wie z.B.
00:49:30: Pflegestützpunkte
00:49:31: usw.,
00:49:32: also als Orientierungshilfe für älteren Menschen?
00:49:37: Super, ja.
00:49:38: Aber interessant!
00:49:39: Ich meine ich finde gerade unser Gespräch sehr interessant wieder so natürlich klar so ein bisschen rumbeandert aber wie man ja schon doch auch glaube ich feststellen kann dass wir drei die wir nun eben mit Behinderung auf unterschiedliche Weise zu tun haben trotzdem viel Empfänglicher sind, viel dünn heutiger.
00:50:01: Dieses ganze Thema einfach viel mehr glaub ich schon auch einen Blick haben.
00:50:05: Ein anderen Blick dafür haben wenn andere Menschen vielleicht eine Belinnung habe oder so.
00:50:09: Das finde ich auch einfach so, das ist so phänomenal dieses wie viele menschen sich selbst für unverwundbar halten und überhaupt keinen Blick haben für die Schwächeren dass sie da weg schieben weil Weiß ich aus welchen Gründen auch immer, aber da finde ich wirklich interessant.
00:50:31: Meine Erfahrung sagt mir je mehr man selbst irgendwie sich mal damit befasst hat ob unfreiwillig oder freiwillig ja das so mehr Türen tun sich vor allem auf dass so mehr andere auch fitte Leute landen in diesem Bereich kennen.
00:50:49: es ist irgendwie wie ein eigenes Universum was sich dann auf einmal vor einem Aufdruh und das fand ich auch immer sehr interessant.
00:50:56: Stichwort Geschwisterkinder, dass auch unsere Tochter ganz, ganz früh schon einen Blick dafür hatte wo Menschen Hilfe brauchen, überhaupt jemand mit einer Mokad.
00:51:08: Also die wirklich quasi Sozialisation durch diese Rolle, die sie da ja nun unfreiwillig hatte Ja, anders geprägt war.
00:51:21: Der ist ja auch nicht ... Ich wünsche mir als Mutter auch, dass ich das gar nicht so auf ihn ablade und natürlich ist er da reingeboren und wir haben einen guten Umgang damit glaube ich.
00:51:36: Aber klar, ich kriege das von den Lehrern jedes Mal als absolut parade Beispiel für Sponsor- und Sozialprognose gespiegelt.
00:51:46: Ansonsten macht er ja genau das wie seine anderen Schulkameraden.
00:51:49: Die gehen auch alle Fußball spielen und hängen ab und zu vom Spiel in Spielen oder was auch ich immer machen, was die da angenommen haben.
00:51:57: Ich denke es ist das aber auch und das ist glaube ich das Problem wo's dann wirklich politisch und auch eben einfach strukturell wird dass eben dadurch, das was ich am Anfang hatte, dadurch das eben oft von politischer Seite oder von bestimmten sehr privilegierten Seiten behauptet wird.
00:52:15: Dass eben Krankheit und Behinderung privat ist.
00:52:17: also ich kann das aus meiner eigenen Familie wo die noch die Möglichkeit hatten die Behinderungen meines Fahrt das ganz privat zu behandeln eben auch mit privater weißlicher Pflege etc.
00:52:26: eine Möglichkeit die mir gar nicht mehr weder finanziell noch irgendwie anders gespielt war trotzdem von mir erwartet wurde, dass ich das ganz privat alles für mich löse.
00:52:36: Und damit habe ich ja jetzt... Da kann ja wohl nicht die Gesellschaft sich da irgendwie darum kümmern, dass du hier so ein Problem
00:52:41: hast.".
00:52:43: Kannst du mal ein kompletteres Beispiel nennen?
00:52:45: Sophie an welcher Stelle das so ein
00:52:47: Spiel wird zum Beispiel einfach wirklich auch gesagt worden ist wäre ja mein Problem, dass Ich es nicht geschafft hätte zu heiraten, dann hätte ich wenigstens jemanden der sich um mich kümmert.
00:52:56: So kann man das ja nicht denken!
00:52:58: Und das hat doch jetzt einer von offiziell gesagt, von einem Amt oder ein Bier?
00:53:02: Nee, in der Familie ist es so gesagt worden.
00:53:04: Ach so, herrlich!
00:53:06: Das ist dann wieder eine andere Geschichte.
00:53:09: Also was ich damit sagen will, ist dass solange wir eben auf dieser Privilegien-Ebene gelaufen, dass wir uns da nicht kümmern müssen... Da mache ich eben zum Beispiel im Alltag auch die Erfahrung, dass je privilegierter die Leute sind umso eher Ding sie.
00:53:23: Na ja, aber du hast doch
00:53:24: da bestimmt irgendwie Leute die sich kümmern.
00:53:28: Wenn du arbeiten musst?
00:53:29: Nee, hab ich nicht!
00:53:30: Also entweder ich oberne mich in mir das oder ich kriege eine Hilfeleistung, habe einen Hilfsmittel oder mach mir so selber ne Unterstützung... Aber ich hab das jetzt nicht, das kommt ja klingelt ja nicht an meine Tür und sagt Hallo, ich hab gehört Sie sind hier, sie bin noch in der Küche.
00:53:46: Und habe ich euch mal grundsätzlich euch beide mal fragen, wie schwierig ist das?
00:53:52: Also wie ist da euer Eindruck?
00:53:54: also klar dass man sich um alles selber kümmern muss.
00:53:57: Dass man sich das alles zurechtschnuckeln muss und so weiter.
00:53:59: aber würdet ihr sagen jetzt unter dem Strich sorgt dieses Land dann schon ganz okay für euch.
00:54:08: An dieser Stelle habt ihr da,
00:54:10: wie du vorhin sagtest, die Damen ist super.
00:54:13: Dass man eben so gewisse Leistungen kriegt und dass es schon von der Idee her sind die Rahmenbedingungen super.
00:54:20: aber worauf ich eigentlich auch ein bisschen hinaus wollte, ist das auch im Alltag die Unterstützung eher von denenjenigen kommt und das zahlt einen darauf was Du gesagt hast, Gesa, die wissen wie's ist sei es, dass sie eine Fluchterfahrung haben, sei es eben selber auch Menschen mit Eintränkungen in der Familie oder im U-Feld haben.
00:54:39: Die Leute wissen und die... Also ich hab immer so eine Liste an Leuten, die zum Beispiel aufstehen in der Bahn oder dir an einer Ampel helfen oder irgendwelche Sachen machen, denn du mal nach dem Weg fragst.
00:54:49: Das sind nicht die weißen religierten Männer und da kommen erst einmal ganz lange keiner.
00:54:55: und dann gibt's eben wirklich immer so ne Liste von Leuten, wie Ai Welfen!
00:54:59: Und das ist ja so ein bisschen der Punkt und so ganz persönlich ist es
00:55:03: z.B.,
00:55:03: wenn mir so Das ist mein Freundesumfeld, ne?
00:55:07: Also deshalb würde ich nie Berlin verlassen.
00:55:09: Und deshalb war ich ja so existenziell am Boden als ich dachte, ich muss umziehen und ich dacht, oh Gott, das will mich jetzt noch spannen.
00:55:19: Ja, und bei dir, Carsten?
00:55:22: Ich verstehe deine Frage so Schnittstelle.
00:55:25: Behinderter Bürgerstaat!
00:55:31: sind hier echt gut aufgestellt in Deutschland und ich bin da auch unheimlich dankbar für.
00:55:36: Würde aber jeder Person mit Behinderung sofern es irgendwie möglich ist ein Jurastudium anraten, um zu verstehen was man alles sozusagen bekommt und die Dinge auch sozusagen so sachlich zu sehen wie die Personen den man begegnet und von denen man abhängig ist beim Amt.
00:55:58: Ja?
00:55:59: Das ist so.
00:56:01: Da würde ich dir total zustimmen und ich meine wir sind jetzt alle drei ja wahrscheinlich doch auch nicht komplett irgendwie doch wahrscheinlich überdurchschnittlich in der Lage für uns zu sorgen bei Leuten anzurufen, Schriftstücke zu verstehen was es da gibt.
00:56:19: aber wie oft sitze ich da und gehe einfach auf weil ich raff's mich also gerade weil So Emtapost, wer da jetzt was von mir will an welcher Stelle nach welchen Paragrafen?
00:56:33: und das ist wirklich so überflüssig wie ein Kropf.
00:56:35: Da fragt man sich schon geht das in anderen Ländern vielleicht doch anders?
00:56:39: Ich weiß es
00:56:40: nicht.
00:56:41: Weißet auch nicht.
00:56:41: aber sagen wir mal so ich merke bei mir sowohl im Management meiner eigenen Behinderung in der Schnittstelle zum Start als auch hier als Kind einer Person mit Demenz.
00:56:57: Ich guck hier gerade schon wieder auf drei Bescheide vom Amt.
00:57:01: Und ich weß, das wird mich in der nächsten Woche zwei Tage kosten.
00:57:05: Zwei Tage, in denen ich nicht arbeiten kann und nicht in die Sozialkassen einzahlen werde usw.
00:57:12: und dafür formaliengerecht zu werden, die im Grunde verstehe... Die in ihrer Komplexität aber so sind, dass ich mit meinem juristischen Sachverstand die teilweise besser verstehe als die Sachbearbeitung auf der anderen Seite beim Amt.
00:57:31: Da muss man auch klar sagen und ich bin nicht der Lehrer-und Erzieher für Menschen deren Job ist, Entscheidungen zu treffen.
00:57:39: Ja?
00:57:40: Also wisst ihr was ich meine?
00:57:41: Total!
00:57:43: Und wie
00:57:43: war es denn... ja dann wäre da noch einem Sinn bei diesen, oh Gott das können wir jetzt dagegen tun.
00:57:48: Diese Pflegestützpunkte, mit denen hast du gute Erfahrungen gemacht.
00:57:50: Die könnten dir da in so einem Fall beispielsweise eigentlich doch helfen oder?
00:57:55: Auch die sind begrenzt.
00:57:56: also all etwa halt sozusagen dann juristische Beratung ist und da liegt ja dem Rechtsberatungsgesetz, der ist gesetzlich regelt.
00:58:07: Wenn du jetzt zum Beispiel mit einer Bescheid zu mir kommst und sagen wirst du Kasten hier kannst mal draufgucken was soll ich denn da rückschreiben dürfte ich dir nicht antworten Weil Rechtsberatungen dürfen halt bloß, Rechtsanwälte und so weiter machen.
00:58:19: Wenn wir jetzt so Anträge sprechen... Also ich gehe zum Beispiel wenn nicht jemand?
00:58:23: Die können dir helfen bei Anträgen.
00:58:25: Dafür gibt es verschiedenste Vereine, Verbände und auch Pflegestützpunkte Und vor allen Dingen gehen die dir extrem gute Orientierung Ja und dann wird's aber auch wieder speziell.
00:58:36: also hast du z.B eine Person mit Parkensäunen oder mit Demenz
00:58:41: Oder
00:58:41: weißt Du da muss man dann gerade.
00:58:45: Also da wird es granularer, ja?
00:58:47: Da muss man dann wieder sozusagen zu den etwas Speziellerinnen hinwenden.
00:58:50: Aber
00:58:50: zum Beispiel wenn ich einen
00:58:52: Ahnung
00:58:52: da abmuste jetzt vor kurzem Blingengeld beantragen und da gehe ich zur Sehberatung hier im Muba-Biet und dann
00:58:58: fülle ich das
00:58:59: mit denen auf.
00:59:00: Das ist ja das,
00:59:01: was du mir erst mal reuchtest.
00:59:03: Genau der Pflegestützpunkt an sich ist die allgemeine Orientierung Information Wie kennen alle Netzwerkpartner, die wissen genau, wach wo wie wann
00:59:13: Und diese Pflegeschützpunkte gibt es ja auch noch nicht so lange, glaube ich.
00:59:17: Das ist schon echt ein Fortschritt oder?
00:59:20: Weil du gerade fragst, im internationalen Vergleich voll wie ein paar Influencern die eben in diesem ganzen Disability-Context viel auf Instagram zum Beispiel machen.
00:59:28: und die eine, die ist immer der Wahnsinn!
00:59:32: Die probiert Tools aus und hat neulich einen Wheel von dem ihr gesagt habt Ich bin hier immer eure Happy Chain Die Fahne hoch halt und ich sag euch ganz ehrlich, ich hab ein totalen Börnern.
00:59:44: Ich kann nicht mehr weil auch alle machen diese Anträge.
00:59:47: dieses um jeden Scheiß kämpfen macht mich wahnsinnig.
00:59:52: Und
00:59:52: auch wenn wir jetzt sagen dass zum Beispiel in angelsächsischen Ländern das ganze Thema Mobilität und Zugänge immer noch ein bisschen besser organisiert ist Auch was Reisen betrifft und so dann ist das mit dieser ganzen Bürokratie glaube ich überall.
01:00:05: hohe Komplex
01:00:07: Okay Maximalforderungen ans Universum.
01:00:11: Was würdet ihr euch wünschen, wenn ihr jetzt eine Sache wirklich richtig eklatant verbessern könntet?
01:00:18: Vielleicht so enterwise...
01:00:20: Sie macht schon wieder noch einen Trauschmerkste.
01:00:22: Ja,
01:00:22: enterwise!
01:00:26: Du hast gerade Kranular gesagt, das werde ich in meinen aktiven Worttag aufhören.
01:00:30: Das hat mich beeindruckt.
01:00:34: Nee, keine Ahnung.
01:00:38: Oder dann sagen wir mal grundsätzlich?
01:00:40: Also ich glaube was gut wäre beim Amt ist wirklich eine persönlichere Kopplung zu erreichen.
01:00:48: Mhm.
01:00:49: Ja also zu Deutsch ähm...
01:00:52: Dass du so ein Case-Manager hast, wo du weißt der kennt dich, du kennst den, der weiß
01:00:56: von ungefähr
01:00:58: oder?
01:00:58: Viel viel viel viel banaler.
01:01:01: Einfach glaube, dass was wir in diesem Land halt viel mehr brauchen ist.
01:01:09: Mehr Vertrauen zwischen Bürger und Staat.
01:01:12: Und die Schnittstelle sind Menschen!
01:01:15: Das ist der Sachbearbeiterin oder der Sachbearbeiter, die mit meinem Scheid zu tun hat.
01:01:21: Und ich würde mich so freuen, mit denen mal zu telefonieren.
01:01:24: Damit die nie fühl bekommen, ah das ist der Herr Otto.
01:01:26: oder?
01:01:27: Herr Otto scheint ganz korrekt zu sein.
01:01:29: Wir können jetzt schnell abstimmen wir können es mal telefonisch machen und nicht halt diese.
01:01:33: wie hat mir Anfang des Jahres passiert?
01:01:35: ist Ich muss irgendwas klären für meinen Papa Ja und schreibt dem Abend uns sage passen so oft Können wir mal telefonieren hier ist dit und dit und Dit?
01:01:43: Ich brauche mal Orientierung.
01:01:44: Wie gehen wir jetzt am besten vor damit ein Problem schnellstmöglich lösen und kriege als Antwort.
01:01:50: sehr geehrter Herr Otto, bitte senden Sie mir sämtliche Informationen schriftlich zu Punkt.
01:01:56: So, wirst du das ich meine?
01:01:57: Also diese...
01:01:58: Ja, das ist die Hölle!
01:01:59: Und das meinte ich auch mit Case-Manager.
01:02:01: Das meinte eigentlich im Grunde glaube ich, dass man einfach eine reale Person hat wo man weiß wir haben schon mal miteinander gesprochen Wir wissen, dass der andere irgendwie mich versteht Dass sich irgendwie.. dass man nicht so gegen Wind mühlen und in irgendwelchen Kurschen In der Endablage landet mit seinen ganzen Anfragen und so weiter.
01:02:21: Genau, ich glaube es ist diese Ohnmacht dieses so einem Apparat ausgesetzt zu sein und du sagst das das einfach keine Menschen mehr sind die dahinter stecken sondern nur noch so ein bürokratisches Kafkaeskis-Hilfe.
01:02:36: Ja für mich wäre es ganz klar Barrierefreiheit weil da geht ja auch eine digitale Barrierenfreiheit mit allen her.
01:02:43: aber auch dieses Mobilitänt ... Thema das macht mich fertig im Alltag.
01:02:47: Das kostet einfach so viel Zeit und ich merke das auch, dass ich dann gerade im Winter den Sandungler wird, so müde bin und so
01:02:54: fällig bin.
01:02:55: Deshalb denke ich so, oh muss es so sein!
01:02:58: So jetzt Gegenfrage Gesa?
01:03:01: Du als unser... Ich würde
01:03:02: mir
01:03:03: ja also ich würde mir ganz konkret für unseren Sohn wünschen der ist ja ich sage mal ganz die Mutter so Rampensau und würde einfach wahnsinnig gerne Theater spielen, weiter irgendwie so was machen.
01:03:19: Und ich würde es so
01:03:21: lernen... Wenn man ihn braucht, ey!
01:03:23: Ja ganz genau, genauso.
01:03:25: Also da würde ich mir so wünschen dass es da mehr gäbe und das ist auch wieder so ein... Es ist wieder das private und das britische.
01:03:33: Das ist jetzt an mir mal richtig, richtig auf tiefen Recherche zu gehen und loszumachen.
01:03:38: Und alles ans gucken und überall klinken zu putzen und nochmal zu fragen.
01:03:42: Könnte er nicht doch auch trotz deiner Zahnzehner vielleicht doch noch bei den Kleineren mit spielen?
01:03:47: Ja da sind wir wieder bei diesem Thema dass man sich dann selber irgendwie wahnsinnig oft die Hinterweichen stellen muss.
01:03:54: Ja mache ich werde zum Pflegestützpunkt gehen Ich werde das Thema irgendwie wieder in den Griff kriegen.
01:04:01: aber ja es bleibt zähm Das kann ich nicht anders sagen.
01:04:04: Und du hast auch jetzt die Netzwerkerweiterung kompetenzmäßig aus unserem Gespräch.
01:04:10: Die siehst du, wa?
01:04:12: Ja!
01:04:12: Ich sehe Sie doch.
01:04:13: Lass ich doch mal in den
01:04:15: Arm holen.
01:04:15: Nein, nein, mir geht's nicht um Lob.
01:04:17: Nicht ganz im Gegenteil sogar sondern einfach das Angebot wenn du da Unterstützung brauchst dass du mit bescheid.
01:04:25: Das ist wirklich total reizend und wie ich meine es auch ernst.
01:04:31: überhaupt hier das ganz weit vorn, dass ihr diesen Podcast macht.
01:04:35: Dass er euch um diese Themen so kümmert, dass er so unterschiedliche Farben dieses ganzen Themas aufs Tablet bringt.
01:04:43: und ja echt also freu mich auch voll, dass ich bei euch sein durfte.
01:04:50: Wir sind total dankbar, dass du dir die Zeit hinmachst.
01:04:52: Jetzt ist noch nicht aufs Netz.
01:04:54: Ach
01:04:58: schön, liebe Geser!
01:04:59: Darf ich ganz kurz am Ende nochmal ein bisschen Eigenwerbung machen heute?
01:05:03: Na klar.
01:05:06: Die Mutter des ganzen... Ich mache am achten Oktober noch mal eine Lesung, wahrscheinlich
01:05:11: die letzte in
01:05:11: meinem Buch, weil sie jetzt auch schon Supergierchen auf dem Buckel hat.
01:05:14: Also am achte Oktober in... Da sind wir wieder beim Thema in den Bistromarie im Bundestag.
01:05:19: Das ist ne inklusiver Barcafé Restaurant und das is sozusagen auf der anderen Seite vom Reichstagsufer.
01:05:29: Und ähm, achte Oktober neunzehn Uhr.
01:05:31: Gibt noch Karten?
01:05:32: Haltet euch heran!
01:05:34: Ja, ich würde es auch schön feiern, ja.
01:05:36: Leider in Tannania... Ja,
01:05:39: entschuldigt.
01:05:40: Genau.
01:05:41: Ist da ... und ich bin da auch in einer ganz heißen Spur.
01:05:47: Da ist das mir der erste so rechtlich gut geht.
01:05:50: Aber ja, ich wünsche dir ganz viel ... Publikum und es ist glaube ich ein toller Ort.
01:05:56: Ja, ne?
01:05:56: Ich will dir mir einer mal gewesen zu sein.
01:05:59: Das ist sehr schön!
01:06:01: Ja, ich freu mich auch.
01:06:02: Bin ganz gespannt.
01:06:04: Ja Gisamin, das sind ja jetzt echt aufregende Wochen die da vorhin
01:06:08: stehen.
01:06:10: Cool dass du trotzdem uns hier noch reingekwetöt
01:06:12: hast.
01:06:13: Ja, also wie gesagt es war mir Ehre und Vergnügen zugleich.
01:06:17: Und ich möchte euch unbedingt ganz bald mal wieder in richtig die Augen treten!
01:06:23: Und dann müsst ihr natürlich auch meinen schonungsdrucken Rapport
01:06:29: aufs Afrika anwenden.
01:06:30: Meine Diarshow, nein.
01:06:34: So was mögen geblinden am meisten.
01:06:38: So, jetzt von links kommen wir dieses Zebra rein.
01:06:41: Ich verstehe da nicht mehr mit der Bergmitte.
01:06:44: Da fühlst du mich gar nicht so gut ab, aber...
01:06:47: Ach perfekt!
01:06:50: Vielen vielen
01:06:51: Dank!
01:06:51: Ja Gisa, um es nochmal formal zu machen, so kaffe ist alle?
01:06:55: War schön.
01:06:55: Und ich geh noch zum Elternabend,
01:06:56: das war super.
01:06:57: Perfekt.
01:06:58: Ein tiefes Mitgefühl okay.
01:07:01: In diesem Sinne.
01:07:03: Tschüss ihr Lieben.
01:07:03: Tschüs tschüs.
01:07:04: Tschüß byebye.
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